Der Smart Fortwo 453 ist eines dieser Autos, die man entweder nie ganz verstanden hat oder bis heute feiert. Für die einen bleibt er der radikal pragmatische Stadtzwerg, für die anderen ist er ein erstaunlich ehrliches Konzeptauto für den Alltag, das es tatsächlich in die Serie geschafft hat. Genau deshalb haben gut gemachte Umbauten auf Basis des Fortwo oft einen ganz eigenen Reiz. Sie funktionieren nicht über pure Gewaltoptik oder PS-Stammtischgerede, sondern über Proportion, Charakter und den bewussten Versuch, einem extrem kompakten Auto mehr Haltung und Präsenz zu geben. Genau hier setzt JMS Fahrzeugteile mit dem Projektfahrzeug „Snoopy“ an.
Im Kern bleibt es zwar ein Smart Fortwo der dritten und bislang letzten Generation 453, also noch ein Exemplar aus der Zeit vor dem vollständigen Wechsel der Marke zur reinen Elektromobilität. Doch JMS macht aus dem kleinen Verbrenner-Stadtfloh ein Auto, das optisch viel entschlossener wirkt und fahrdynamisch ebenfalls deutlich ernster auftritt. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Bausteine, die in ihrer Kombination erstaunlich schlüssig wirken: rote OZ Superturismo-Felgen in Flash Red, ein KW-Gewindefahrwerk für Tieferlegung und präziseres Handling sowie eine Fox-Sportauspuffanlage, die dem kleinen Dreizylinder hörbar mehr Selbstbewusstsein mitgibt. Genau daraus entsteht kein alberner Show-Umbau, sondern ein Smart, der ganz bewusst mit seiner Kleinheit spielt - und gerade deshalb auffällt.
Der Fortwo war immer ein Auto mit radikaler Idee. Extrem kurz, maximal stadtorientiert, bewusst anders proportioniert und nie wirklich daran interessiert, normalen Kompaktwagen-Regeln zu folgen. Genau das machte ihn über Jahre so unverwechselbar. Auch der Smart Fortwo 453 blieb diesem Grundcharakter treu, obwohl er in seiner letzten Generation deutlich erwachsener, harmonischer und alltagstauglicher wurde. Er blieb dennoch ein Fahrzeug, das sofort auffällt - nicht wegen Größe oder Macht, sondern wegen seiner kompromisslosen Form.
Gerade deshalb funktionieren Individualisierungen auf Basis dieses Autos oft erstaunlich gut. Wo bei größeren Fahrzeugen viel Umbau schnell nur nach Standard-Tuning aussieht, erzeugt schon ein gezielter Eingriff am Fortwo eine komplett andere Wirkung. Die Plattform ist so kompakt, dass Fahrwerk, Räder und Auspuff viel direkter auf die Gesamtwahrnehmung einzahlen. Genau das macht den 453 für Spezialisten wie JMS interessant. Denn hier reichen wenige, aber sauber gesetzte Maßnahmen, um aus einem cleveren City-Car plötzlich ein kleines Statement auf Rädern zu machen.
Das JMS-Projektfahrzeug trägt den Namen „Snoopy“ - und dieser Spitzname passt erstaunlich gut. Denn der Smart bleibt trotz aller Modifikationen kein aggressives Muskelpaket, sondern eher ein frecher, charmanter Außenseiter mit klar erkennbarem Eigenwillen. Genau darin liegt der Reiz des Umbaus. JMS versucht gar nicht erst, aus dem Fortwo irgendetwas zu machen, das er nie sein wollte. Stattdessen wird der Grundcharakter des Autos geschärft: kürzer, knackiger, präsenter, sportlicher, aber immer noch klar als Smart erkennbar.
Der Umbau lebt dabei von einem sauberen Dreiklang aus Optik, Fahrwerk und Sound. Das Auto bekommt sichtbar mehr Haltung, die Radhäuser werden stimmig gefüllt, der Stand wirkt entschlossener, und der kleine Verbrenner verliert den Hauch von reiner Nutzmobilität. Genau das ist der Punkt, an dem so ein Projekt interessant wird. Es geht nicht um rohe Leistung, sondern um Verdichtung von Charakter. JMS zeigt hier, wie man mit überschaubaren, aber klug gewählten Komponenten aus einem urbanen Minimalisten ein kleines Fahrer- und Designprojekt machen kann.
Das visuelle Zentrum des Projekts sind ohne Zweifel die OZ Superturismo-Felgen in der Sonderfarbe Flash Red. Genau diese Wahl macht den Smart sofort präsent. An einem so kompakten Auto wirken Felgen nicht wie ein Begleitdetail, sondern fast wie ein zentrales Karosserieelement. Und rote Räder sind immer ein schmaler Grat: Entweder sie wirken mutig und pointiert - oder billig laut. Hier funktioniert die Kombination erstaunlich gut, weil die Superturismo als Designklassiker genug Motorsport-Referenz mitbringt, um die Farbwahl zu tragen.
Mit 7x17 Zoll und der Bereifung in 205/40 R17 bekommt der Smart genau jene Proportion, die ihm serienmäßig oft fehlt. Die Räder machen das Auto erwachsener, ohne seine Wurzeln zu kaschieren. Gleichzeitig bleibt der Look bewusst verspielt und extrovertiert. Genau das passt zum Fortwo. Ein Smart muss nicht geschniegelt businesslike aussehen. Er darf quirky, frech und auffällig sein - solange es gestalterisch sauber bleibt. Genau das gelingt hier ziemlich gut.
Fast noch wichtiger als die Räder ist das KW-Gewindefahrwerk. Denn erst die Tieferlegung sorgt dafür, dass die 17-Zöller wirklich stimmig unter den Kotflügeln sitzen und der Smart jene Spannung in der Seitenansicht bekommt, die man für einen sauberen Umbau braucht. Gerade bei sehr kurzen Fahrzeugen entscheidet die Fahrwerkshöhe brutal darüber, ob ein Umbau gewollt oder einfach nur zusammengesteckt aussieht. JMS löst das hier über ein klassisches Mittel mit echtem Mehrwert: Das Auto wirkt tiefer, satter und deutlich besser proportioniert.
Doch das Fahrwerk ist mehr als reine Haltungskosmetik. JMS betont ausdrücklich die verbesserte Fahrdynamik. Und das ist bei einem Smart keineswegs nebensächlich. Durch den kurzen Radstand und die kompakte Bauweise reagieren diese Fahrzeuge sehr sensibel auf Fahrwerksveränderungen. Ein sauber abgestimmtes Gewindefahrwerk kann hier einen deutlich präziseren, erwachseneren Fahreindruck erzeugen und das Auto vom reinen Stadtwuselgerät stärker in Richtung spaßiges Kurvenwerkzeug schieben. Natürlich bleibt ein Fortwo kein Tracktool - aber genau darum geht es auch nicht. Es geht darum, mehr Präzision und mehr Qualität ins Fahrgefühl zu bringen.
Beim Smart Fortwo verändert ein Gewindefahrwerk nicht nur die Optik, sondern besonders stark auch das Gesamtgefühl aus Haltung, Einlenken und Fahrpräzision. Gerade wegen des kurzen Radstands wirkt das Setup hier besonders direkt.
Der akustische Kontrapunkt des Projekts kommt von der Fox-Sportauspuffanlage. Und genau diese Komponente ist für den Umbau fast zwingend. Denn ein optisch geschärfter Smart, der weiterhin klingt wie ein rein funktionaler Stadthelfer, würde immer ein Stück weit unvollständig wirken. JMS gibt dem kleinen Reihendreizylinder deshalb mehr Stimme - nicht, um aus ihm künstlich ein Großkaliber zu machen, sondern um den vorhandenen Charakter akustisch stärker herauszuarbeiten.
Gerade bei kleinen Turbomotoren ist die Gratwanderung schwierig. Zu viel Sound wirkt schnell künstlich, zu wenig bleibt belanglos. Eine gute Sportauspuffanlage muss genau dazwischen treffen: präsenter, sonorer, lebendiger, aber nicht lächerlich. Beim Fortwo ist das besonders wichtig, weil der Sound eine große Rolle für die subjektive Wahrnehmung spielt. Wenn das Auto optisch mutiger auftritt, muss die akustische Seite zumindest ein Stück weit mitziehen. Genau das scheint JMS hier im Blick gehabt zu haben.
Ein spannender Nebenaspekt dieses Projekts liegt in seiner zeitlichen Einordnung. Der vorgestellte Fortwo stammt noch aus der Phase vor dem Smart-Elektrowechsel 2019 und besitzt also einen Verbrennungsmotor. Genau das macht ihn für viele Tuning- und Umbaufans weiterhin attraktiv. Während die aktuelle Smart-Welt inzwischen mit den früheren Wurzeln der Marke nur noch wenig gemeinsam hat, erinnert der 453 noch an das ursprüngliche Fortwo-Prinzip: klein, direkt, urban, eigenwillig und mechanisch relativ klar fassbar.
Gerade solche Fahrzeuge gewinnen in der Rückschau oft an Profil. Was zur Bauzeit vielleicht einfach ein pfiffiger City-Wagen war, wird mit etwas Abstand plötzlich zur letzten echten Ausprägung einer Idee. JMS spielt genau mit diesem Moment. Der Umbau liest sich dadurch auch ein wenig wie eine späte Hommage an den klassischen Smart-Gedanken - nur eben mit mehr Haltung, besseren Rädern und deutlich mehr Charakter auf der Straße.
Das vielleicht Schönste an Projekten wie diesem ist, dass sie mit einer sehr verbreiteten Fehlannahme aufräumen: dass nur große, starke oder teure Autos Individualität verdienen. Genau das Gegenteil zeigt der JMS-Smart. Gerade weil der Fortwo so klein, so speziell und so weit entfernt vom klassischen Performance-Mainstream ist, kann er mit wenigen gezielten Maßnahmen extrem viel Charakter entwickeln. Gute Umbauten leben nicht von Größe, sondern von Stimmigkeit. Und genau da liefert dieser 453 mehr als manche doppelt so teure Basis.
Rote OZ-Felgen, Gewindefahrwerk, Sportauspuff - das klingt auf dem Papier fast simpel. In der richtigen Kombination entsteht daraus aber ein Auto, das nicht geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt geschniegelt wirkt, sondern bewusst ein kleines Statement setzt. Genau deshalb bleibt so ein Projekt im Kopf.
JMS kombiniert bei dem Projektfahrzeug rote OZ Superturismo-Felgen, ein KW-Gewindefahrwerk und eine Fox-Sportauspuffanlage.
Verbaut sind OZ Superturismo in 7x17 Zoll mit Hankook Ventus S1 evo in der Größe 205/40 R17.
Es sorgt für eine stimmige Tieferlegung, eine bessere Radhausfüllung und zusätzlich für eine verbesserte Fahrdynamik.
Weil er dem kleinen Reihendreizylinder mehr akustische Präsenz gibt und den sportlicheren Gesamtauftritt des Autos sinnvoll ergänzt.
Nein, das vorgestellte Fahrzeug stammt noch aus der Verbrenner-Ära des Smart Fortwo 453 vor dem kompletten Wechsel zur E-Mobilität im Jahr 2019.
Weil seine extrem kompakten Proportionen, der eigenständige Charakter und die klare Grundidee schon mit wenigen gezielten Änderungen eine starke Wirkung erzeugen.
Der JMS Smart Fortwo 453 „Snoopy“ ist kein Umbau, der mit brachialer Leistung oder überladener Show punkten will. Genau darin liegt seine Stärke. Rote OZ Superturismo-Felgen, ein sauberes KW-Gewindefahrwerk und die Fox-Sportauspuffanlage reichen aus, um dem kleinen Stadtauto deutlich mehr Präsenz, Charakter und fahrdynamische Ernsthaftigkeit zu geben. Das Auto bleibt Smart - aber eben ein Smart mit deutlich mehr Haltung.
Gerade deshalb wirkt dieses Projekt so schlüssig. Es versucht nicht, die Identität des Fortwo zu überspielen, sondern hebt genau jene Eigenschaften hervor, die ihn seit jeher besonders gemacht haben: Kürze, Eigenständigkeit und urbane Frechheit. JMS liefert damit einen Umbau ab, der zeigt, dass man auch aus einem vermeintlich simplen City-Car ein echtes kleines Liebhaberprojekt machen kann.









