Magazin erstellt am 27.09.2019 um 17:40:15 [ voriger | nächster ]

Kfz- und Autopfand: Schnelles Bargeld bei finanziellen Engpässen

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Kfz- und Autopfand: Schnelles Bargeld bei finanziellen Engpässen

Gegen unvorhersehbare, finanzielle Belastungen kann sich prinzipiell niemand absichern. Viele unerwartete Lebenssituationen können die finanzielle Belastbarkeit stark strapazieren und daher zu finanziellen Engpässen führen. Hilfe bietet dann meist nur ein Privatkredit oder Ratenkredit. Doch Bonität und Schufa-Score, Anträge oder Alter können die Kreditvergabe verkomplizieren und langwierig machen. Daher werden Pfandleihhäuser bei finanziellen Engpässen immer beliebter. Insbesondere Autopfandhäuser bieten eine unkomplizierte, unbürokratische und schnelle finanzielle Flexibilität. Wir klären, was es mit dem Autopfand bzw. dem Beleihen eines Autos auf sich hat und worauf zu achten ist.

Alternative zur Finanzierung und Kredit

Bei einer finanziellen Durststrecke möchte man nicht immer auf einen Privatkredit oder eine Leihgabe aus dem Familien- und Bekanntenkreis angewiesen sein. Daher stellt das Pfandhaus oder Autopfandhaus für viele Bundesbürger immer häufiger eine Alternative zur Finanzierung oder zum Barkredit dar. Autopfand bedeutet, dass der Kreditnehmer dem Kreditgeber sein eigenes Auto als Pfand überlässt. Weitere Sicherheiten sind damit nicht notwendig. Der Ablauf von Autopfand ist im Prinzip genauso wie beim klassischen Pfandgeschäft. Das bedeutet, dass das Pfandleihhaus den Wert des Autos ermittelt und man im Gegenzug einen bestimmten Geldbetrag erhält. Es spielt meist keine Rolle, ob man nun ein Auto, ein Motorrad oder ein Wohnmobil oder Wohnwagen beleihen möchte - spezialisierte und seriöse Pfandhäuser bieten den Pfandvertrag nicht nur für PKWs, sondern auch für andere Kraftfahrzeuge an.

Vorteile und Nachteile beim Autopfand

Das Pfandgeschäft birgt für den Kreditnehmer allerlei Vorteile. Dazu gehört auch, dass der Kredit auch bei negativer Schufa bzw. einem geringen Schufa-Score ausbezahlt wird. Die Bonität des Kreditnehmers oder negative Schufa-Einträge spielen daher eine untergeordnete Rolle. Insofern ist eine Kreditvergabe auch für bereits verschuldete Verbraucher bzw. Geringverdiener möglich - das Einkommen des Kreditnehmers spielt keine Rolle. Da Nachforschungen zu Gehalt bzw. Einkommen oder Bonität gänzlich entfallen und die Formalitäten gering sind, bietet das Kfz-Pfand eine schnelle und unkomplizierte Hilfe bei finanziellen Engpässen.

Zudem ist die jederzeitige Rückzahlung des Pfandkredites möglich und man erhält innerhalb kürzester Zeit entsprechendes Bargeld. Die Aufnahme eines Pfandkredites macht jedoch nur Sinn, wenn man den erhaltenen Kreditbetrag auch wieder vollständig zurückzahlen kann. Den unkomplizierten Vertragsabschluss beim Autopfand erkauft man sich im Übrigen durch die Pfandgebühr, die sich meist in Bereichen zwischen zwei bis drei Prozent bewegt und daher über den Zinskosten eines herkömmlichen Ratenkredits liegt. Man muss daher selbst abwägen, ob das Autopfand eine bessere Alternative zum klassischen Bankkredit ist.

Wie funktioniert das Autopfand?

Der Kfz-Pfand bei Autopfandhäusern geht folgendermaßen vonstatten: Zunächst wird die mögliche Auszahlsumme ermittelt. Bei der ersten Anfrage per Telefon, E-Mail oder Chat wird daher ein grober Rahmen für die mögliche Darlehenssumme genannt. Anschließend wird in einer lokalen Filiale bzw. beim nächsten Standort des Kfz-Pfandleihhauses der Wert des Fahrzeugs genau abgeschätzt. Um den Wert des Fahrzeugs zu bestimmen, werden Aspekte wie allgemeiner Zustand des Fahrzeugs, Baujahr, Modell, km-Stand, Treibstoff sowie Sonderausstattungen bei der Bewertung berücksichtigt.  Für den Abschluss eines Autopfands sollten Fahrzeugbesitzer in jedem Fall die Fahrzeugpapiere wie Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Kfz-Schein), Zulassungsbescheinigung Teil 2 (Kfz-Brief), den aktuellsten TÜV- bzw. HU-Bericht sowie Personalausweise und Eigentumsnachweis (z.B. in Form einer Rechnung oder eines Kaufvertrags mitsamt Nachweis des Kaufpreises) mitbringen. 

Autobesitzer können im Idealfall auch Serviceheft und Rechnungen für Reparaturen und Wartung vorweisen. Wichtig zu wissen: Die Dauer des Pfandvertrags ist gesetzlich geregelt und beläuft sich grundsätzlich auf mindestens drei Monate. Das bedeutet: Vor Ablauf von drei Monaten darf der Pfandkredit seitens des Anbieters nicht gekündigt werden. Seriöse, gewerbliche Kfz-Pfandleihhäuser orientierten sich dabei an der Pfandleiherverordnung.

Verbraucher dagegen haben den Vorteil, das Auto auch binnen der ersten drei Monate auszulösen. Nach Ablauf der dreimonatigen Pfanddauer kann man den Pfandvertrag in der Regel unproblematisch verlängern. Möchte oder kann man das Fahrzeug nicht auslösen, kommt es zur öffentlichen Versteigerung. Achtung: Die Versteigerung des verpfändeten Gegenstands darf nicht früher als einen Monat nach Fälligkeit und muss mindestens sechs Monate nach Fälligkeit erfolgen. Zuverlässigkeit ist daher beim Pfandkredit unabdingbar.

Sofern kein Mindestgebot eintrifft, wird das Auto nicht veräußert. Das Pfandleihhaus kann das gepfändete Fahrzeug nun selbst ersteigern und verkaufen. Der Marktwert des Autos wird auf Basis von Schwacke, DAT oder Online-Angeboten von Experten ermittelt und die konkrete Darlehenssumme errechnet. Die Darlehens- bzw. Auszahlsumme beim Autopfand liegt bei etwa 80% des Fahrzeugwerts. Höhere Darlehenssummen bieten natürlich besonders wertstabile Autos - etwa hochpreisige Luxusautos oder seltene Oldtimer. Ist man sich mit dem Pfandleiher einig, wird der zeitlich befristete Pfandvertrag abgeschlossen. Nun muss man nur noch das Fahrzeug, die Fahrzeugschlüssel sowie die Fahrzeugpapiere beim Auto-Pfand abgeben. Mit dem Pfandkreditvertrag werden natürlich auch die entsprechenden Zinskosten bzw. Pfandgebühren während der Pfandlaufzeit geklärt. Meist ist das Auslösen des Pfandgegenstands, also das Auslösen des Autopfands, jederzeit und unkompliziert möglich.


 
Autor: Chris_W. [ voriger | nächster ]