BMW M Motorsport hat am vergangenen Rennwochenende gleich in mehreren GT- und Tourenwagen-Serien ein sehr deutliches Zeichen gesetzt. Ob Italian GT Sprint Championship in Imola, ADAC GT Masters und ADAC GT4 Germany am Red Bull Ring, British GT in Silverstone oder weitere Kundensport-Einsätze in GT4 America, GT World Challenge America, BTCC und der China GT Championship - die Bilanz fällt aus BMW-Sicht bemerkenswert stark aus. Besonders auffällig ist dabei, wie breit sich die Erfolgsgeschichte der aktuellen Kundensport-Fahrzeuge verteilt. Der BMW M4 GT3 EVO und der BMW M4 GT4 EVO liefern nicht nur in einer einzelnen Meisterschaft ab, sondern tauchen an ganz unterschiedlichen Wochenenden, Streckentypen und Teamkonstellationen immer wieder auf den vorderen Plätzen auf. Genau das macht dieses Wochenende so interessant: Es war kein isolierter Einzelerfolg, sondern ein länderübergreifender Leistungsausweis der gesamten BMW-M-Kundensportstruktur.
Im Mittelpunkt stehen dabei mehrere sehr unterschiedliche Erfolgsgeschichten. In Imola gelang Jens Klingmann und Raffaele Marciello ein Auftakt nach Maß in der Italian GT Sprint Championship, inklusive Sieg, weiterer Podiumsplätze für BMW und Übernahme der Meisterschaftsführung. In Spielberg setzte FK Performance Motorsport mit dem BMW M4 GT4 EVO ein deutliches Ausrufezeichen in der ADAC GT4 Germany, während im ADAC GT Masters die Podiumsplätze zwar knapp verpasst wurden, die Pace aber sichtbar stimmte. In Silverstone sorgte BMW M Motorsport beim traditionsreichen Silverstone 500 für ein GT3-Doppelpodium. Dazu kamen weitere Klassensiege und Podestplätze in Nordamerika, Asien und Großbritannien. Zusammengefasst war das eines jener Wochenenden, an denen BMW M Motorsport nicht nur schnell, sondern in der Breite sehr präsent wirkte.
Gerade im Kundensport sind Saisonstarts oft mehr als bloße Auftaktrennen. Sie zeigen sehr früh, ob ein Fahrzeugkonzept, ein Teamgefüge und die Abstimmung zwischen Fahrern, Technik und Reifen auf Anhieb funktionieren. Genau deshalb ist das vergangene Wochenende für BMW M Motorsport so wertvoll. Die Marke war nicht nur hier und da konkurrenzfähig, sondern an mehreren Schauplätzen gleichzeitig präsent. Das unterstreicht, dass der BMW M4 GT3 EVO und der BMW M4 GT4 EVO nicht nur auf dem Papier funktionieren, sondern im realen Rennbetrieb sehr breit performen.
Besonders wichtig ist dabei die Mischung der Ergebnisse. Es gab Siege, Gesamtpodien, Klassensiege, Pro-Am-Erfolge und Meisterschaftsführungen. Das zeigt, dass BMW M Motorsport nicht bloß in einer Nische erfolgreich war, sondern in sehr unterschiedlichen Rennumfeldern. Genau das meinte auch Björn Lellmann, Leiter Kundensport bei BMW M Motorsport, als er von großartigen Saisonstarts in mehreren Serien sprach und zugleich auf die ungebrochene Erfolgsgeschichte der aktuellen Kundensportfahrzeuge verwies. Dieses Wochenende war also nicht nur gut - es war in seiner Breite ein ziemlich starkes Statement.
Das Top-Thema aus BMW-Sicht kam am Wochenende aus Imola. Dort erwischten Jens Klingmann und Raffaele Marciello im #7 BMW M4 GT3 EVO vom Team BMW Italia Ceccato Racing einen nahezu perfekten Einstand in die neue Saison der Italian GT Sprint Championship. Schon im Samstagsrennen war Rang zwei ein sehr starker Auftakt, doch am Sonntag folgte dann der ganz große Treffer: Sieg auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari. Damit gelang dem deutsch-schweizerischen Duo nicht nur sportlich ein Idealstart, sondern auch emotional ein besonderer Moment - vor allem für Klingmann, der in Imola zuvor trotz mehrerer Anläufe nie ganz oben gestanden hatte.
Gerade dieser Sieg hatte deshalb Gewicht. Klingmann sprach selbst von einem fast perfekten Wochenende und einem sehr besonderen Erfolg, weil Imola für ihn bislang stets knapp außer Reichweite geblieben war. Mit insgesamt 35 Punkten übernahmen Klingmann, Marciello und BMW Italia Ceccato Racing nach dem Auftaktwochenende zugleich die Gesamtführung in der Meisterschaft. Das ist nicht nur ein erfreulicher Tabellenstand, sondern ein wichtiger Fingerzeig. Denn nachdem der dritte Titel in Serie im vergangenen Jahr denkbar knapp verpasst worden war, wirkte dieser Auftakt wie eine sehr bewusste Antwort. Die Zielsetzung ist klar formuliert: Rennen gewinnen, ja - aber vor allem den Titel zurückholen.
Fast noch wertvoller als der Einzelsieg von Klingmann und Marciello war aus BMW-Sicht die Breite des Ergebnisses. Denn hinter dem siegreichen #7 BMW M4 GT3 EVO lieferten auch Ian Rodriguez und Giuseppe Forenzi ein starkes Wochenende ab. Im Sonntagsrennen fuhr das Duo im #77 BMW M4 GT3 EVO des Teams Faems auf Rang drei und machte damit das Doppelpodium für BMW M Motorsport perfekt. Bereits im ersten Lauf hatte Platz vier angedeutet, dass hier sehr viel möglich war. Das Podium am Sonntag war also keine Überraschung, sondern die logische Belohnung für ein starkes Auftaktwochenende.
Auch im Meisterschaftsbild ist dieses Resultat wichtig. Rodriguez und Forenzi liegen nach Imola auf Rang drei der Gesamtwertung und haben nur 13 Punkte Rückstand auf die führenden Markenkollegen Klingmann und Marciello. Genau das gibt BMW M Motorsport früh in der Saison eine komfortable Ausgangslage: Die Marke ist nicht nur mit einem Auto vorn dabei, sondern mit mehreren Mannschaften relevant im Titelkampf vertreten. Das nächste Sprintwochenende in Vallelunga dürfte daher aus BMW-Sicht mit ordentlich Rückenwind beginnen.
Am Red Bull Ring war vor allem die ADAC GT4 Germany aus BMW-Sicht ein Erfolgskapitel. FK Performance Motorsport erwischte dort einen sehr starken Saisonstart. Besonders im Fokus standen Gabriele Piana und Benjamin Sylvestersson im #51 BMW M4 GT4 EVO. Das Duo gewann das Auftaktrennen am Samstag und legte am Sonntag mit einem weiteren Podest in Form von Rang zwei direkt nach. Diese Konstanz brachte nicht nur gute Einzelresultate, sondern auch die Führung in der Gesamtwertung. Für Sylvestersson hatte der Triumph zusätzlich besondere Bedeutung, weil es sein erster Sieg in der ADAC GT4 Germany war.
Doch auch dahinter war BMW solide aufgestellt. Im Schwesterfahrzeug mit der Nummer 49 kamen Luca Link und Luis Moser auf starke Plätze vier und fünf. Das ME Motorsport Team startete zudem mit zwei sechsten Rängen in die Saison. Genau diese Breite ist bemerkenswert. Sie zeigt, dass der BMW M4 GT4 EVO nicht nur auf ein einzelnes Top-Ergebnis hoffen muss, sondern über mehrere Autos hinweg konkurrenzfähig auftritt. Für eine lange Saison ist genau das oft der wichtigere Indikator als ein isolierter Sieg.
Im ADAC GT Masters fiel die BMW-Bilanz etwas nüchterner aus als in der GT4-Serie, aber keineswegs enttäuschend. Leyton Fourie und Tim Zimmermann fuhren im #11 BMW M4 GT3 EVO von FK Performance Motorsport im Sonntagsrennen auf Rang vier und verpassten das Podium damit nur knapp. Nach Platz zehn am Samstag war das eine sichtbare Steigerung und ein klares Signal, dass die Pace vorhanden ist. Auch die Teamkollegen Fabio Rauer und Storm Gjerdrum zeigten Konstanz und belegten im Auto mit der Nummer 10 zweimal Rang sechs.
Gerade in einem Feld, in dem GT3-Leistungsspitzen oft sehr eng beieinander liegen, sind solche Resultate nicht kleinzureden. Ein Wochenende ohne Podium kann trotzdem wertvoll sein, wenn die Richtung stimmt. Genau das war am Red Bull Ring der Fall. Das Tempo im Sonntagsrennen, die Nähe zum Podest und die insgesamt saubere Punkteausbeute lassen darauf schließen, dass BMW im ADAC GT Masters keineswegs nur in Lauerstellung unterwegs ist. Vielmehr scheint das Fundament gelegt, um in den kommenden Veranstaltungen ganz vorne anzugreifen.
Auch in der British GT setzte BMW M Motorsport ein starkes Zeichen. Beim traditionsreichen Silverstone 500, einem dreistündigen Rennen auf dem legendären Silverstone Circuit, holte BMW in der GT3-Gesamtwertung gleich ein Doppelpodium. Jonathon Beeson und Charles Clark wurden im #44 BMW M4 GT3 EVO von Century Motorsport starke Zweite. Dahinter belegten Dan Harper und Darren Leung im #91 BMW M4 GT3 EVO von Paradine Competition Platz drei. Für Harper und Leung hatte das Resultat noch einen weiteren Wert: Mit dem dritten Gesamtrang gewannen sie gleichzeitig die Pro-Am-Kategorie.
Besonders interessant war das Wochenende aus Sicht von Harper und Leung schon vor dem Rennen. Gemeinsam sicherten sie sich am Samstag die Poleposition. Im Rennen selbst verteidigte Leung die Spitzenposition zunächst nach dem Start, ehe Harper nach dem Fahrerwechsel sogar einen Vorsprung von sieben Sekunden herausfuhr. Dass das Rennen in der Mitte durch Safety-Car-Phasen wieder enger wurde, änderte nichts daran, dass BMW am Ende mit zwei GT3-Autos auf dem Gesamtpodium stand. Auch in GT4 blieb die Marke sichtbar: Jack Collins und Branden Templeton wurden im #24 BMW M4 GT4 EVO von Century Motorsport Vierte in der GT4-Kategorie, während Colin Turkington und Ernie Graham im #61 BMW M4 GT4 EVO das GT4-Pro-Am-Klassenpodium erreichten.
Abseits der großen Europa-Schauplätze sammelte BMW M Motorsport am selben Wochenende weitere starke Resultate. In der GT4 America setzten sich die Erfolgsgeschichten des BMW M4 GT4 EVO fort. Sam Craven und Kenton Koch gewannen das Drei-Stunden-Rennen auf dem Circuit of the Americas im #94 BMW M4 GT4 EVO von Random Vandals Racing und holten damit gleichzeitig Rang eins in der Pro-Am-Klasse. In der Am-Kategorie feierten James Clay und James Walker Jr. im #36 BMW M4 GT4 EVO von BimmerWorld ebenfalls den Sieg. Genau hier zeigte sich erneut, wie breit das GT4-Paket von BMW derzeit funktioniert.
Auch in der GT World Challenge America gelang ein Podium. Robby Foley und Justin Rothberg fuhren im #29 BMW M4 GT3 EVO von Turner Motorsport beim Drei-Stunden-Rennen in Austin auf Rang zwei in der Pro-Kategorie. In der BTCC wurde Charles Rainford beim Saisonauftakt in Donington Park im #99 BMW 330e M Sport Dritter. Und in der China GT Championship gewann Samantha Tan zusammen mit Jiang Jiawei beim ersten Rennen in Shanghai die Am-Kategorie. Auch dort kamen für das Team KRC weitere Siege und Podestplätze hinzu. Damit reichte die Erfolgswelle des Wochenendes von Europa über Nordamerika bis nach Asien.
Was dieses Wochenende so bemerkenswert macht, ist nicht nur die Anzahl der Podien, sondern die Konstanz der Plattformen. Der BMW M4 GT3 EVO war in Imola, am Red Bull Ring, in Silverstone und in Nordamerika sichtbar konkurrenzfähig. Der BMW M4 GT4 EVO lieferte parallel in der ADAC GT4 Germany, in der British GT GT4-Wertung und in der GT4 America Resultate, die sich nicht als Zufall erklären lassen. Genau diese Breite spricht dafür, dass BMW M Motorsport im Kundensport 2026 ein sehr belastbares Gesamtpaket auf die Räder gestellt hat.
Für Teams und Fahrer ist das enorm wichtig. Ein Kundenfahrzeug muss nicht nur schnell sein, sondern in sehr unterschiedlichen Serien, Balance-of-Performance-Umfeldern, Streckentypen und Fahrerkombinationen funktionieren. Wenn genau das gelingt, entsteht Vertrauen - und aus einzelnen Siegen wird eine echte Erfolgsstory. Das vergangene Wochenende war deshalb nicht nur eine hübsche Schlagzeile, sondern ein ziemlich überzeugender Beleg dafür, dass die EVO-Modelle aktuell sehr ernst zu nehmen sind.
| Serie / Event | BMW Highlight | Fahrzeug |
|---|---|---|
| Italian GT Sprint Championship, Imola | Sieg am Sonntag und Gesamtführung für Klingmann/Marciello, zusätzlich Rang drei für Rodriguez/Forenzi | BMW M4 GT3 EVO |
| ADAC GT4 Germany, Red Bull Ring | Sieg und weiterer Podestplatz für Piana/Sylvestersson, Gesamtführende | BMW M4 GT4 EVO |
| ADAC GT Masters, Red Bull Ring | Rang vier für Fourie/Zimmermann als bestes BMW-Ergebnis | BMW M4 GT3 EVO |
| British GT, Silverstone 500 | GT3-Doppelpodium, Pro-Am-Sieg, Poleposition | BMW M4 GT3 EVO |
| GT4 America, COTA | Gesamtsieg / Pro-Am-Sieg sowie weiterer Klassensieg | BMW M4 GT4 EVO |
| GT World Challenge America, COTA | Platz zwei in der Pro-Kategorie | BMW M4 GT3 EVO |
| BTCC, Donington Park | Podium durch Charles Rainford | BMW 330e M Sport |
| China GT Championship, Shanghai | Am-Klassensieg für Samantha Tan / Jiang Jiawei | BMW Kundensportfahrzeug |
Jens Klingmann und Raffaele Marciello gewannen im #7 BMW M4 GT3 EVO das Sonntagsrennen in Imola und übernahmen die Meisterschaftsführung.
Sehr stark. Piana und Sylvestersson siegten im Auftaktrennen, fuhren am Sonntag erneut aufs Podium und übernahmen die Gesamtführung.
Ja. Beim Silverstone 500 holte BMW in der GT3-Gesamtwertung Platz zwei und drei sowie zusätzlich den Pro-Am-Sieg.
Das beste Ergebnis war Rang vier für Leyton Fourie und Tim Zimmermann im Sonntagsrennen. Dazu kamen zwei sechste Plätze für Rauer und Gjerdrum.
Ja. In GT4 America, GT World Challenge America und der China GT Championship erzielten BMW-Fahrzeuge weitere Siege und Podestplätze.
Weil der BMW M4 GT3 EVO und der BMW M4 GT4 EVO gleichzeitig in mehreren Serien, Ländern und Einsatzprofilen konkurrenzfähig waren. Das spricht für ein sehr starkes Kundensportpaket.
Natürlich stechen Siege wie jener von Klingmann und Marciello in Imola oder der starke GT4-Auftakt von FK Performance Motorsport besonders heraus. Die eigentliche Stärke dieses Rennwochenendes liegt aber in der Breite der Resultate. BMW war in Italien, Österreich, Großbritannien, den USA, China und im britischen Tourenwagensport zugleich sichtbar vorn dabei. Genau das zeigt, dass BMW M Motorsport aktuell nicht von einzelnen Glücksmomenten lebt, sondern auf sehr stabile Kundensportpakete bauen kann.
Der BMW M4 GT3 EVO und der BMW M4 GT4 EVO haben an diesem Wochenende eindrucksvoll untermauert, warum sie 2026 zu den spannendsten Fahrzeugen im GT-Kundensport gehören. Wenn Saisonstarts so verlaufen, wächst das Selbstvertrauen in Teams, Fahrern und Marke gleichermaßen. Und genau deshalb dürfte dieses Wochenende aus BMW-Sicht nicht nur als erfolgreiche Momentaufnahme in Erinnerung bleiben, sondern als sehr früher Beleg dafür, dass 2026 sportlich ein starkes Jahr werden kann.

