Bitte um Einschätzung: BMW i4 - hoher Reparatursch
Hallo zusammen,
ich hoffe auf eure Einschätzung und Erfahrungswerte zu folgendem Fall mit BMW:
Ich fahre einen BMW i4 im Leasing, knapp 4 Jahre alt, mit einer hohen Laufleistung von rund 250.000 km. Das Fahrzeug war etwa drei Wochen vor dem jetzigen Schaden in derselben BMW-Vertragswerkstatt wegen einer Fehlermeldung. Diese wurde damals als nicht relevant eingestuft, es erfolgte keine Reparatur.
Als ich später mit dem Fahrzeug liegen geblieben bin, wurde zunächst per Ferndiagnose ein Marderschaden als Ursache angenommen. Diese Einschätzung stellte sich im weiteren Verlauf jedoch als nicht zutreffend heraus.
Nach Prüfung in der Werkstatt wurde schließlich ein schwerer Defekt an der Elektromaschine diagnostiziert, Reparaturkosten ca. 11.000 €.
Wichtig in diesem Zusammenhang:
- Der BMW-Vertragshändler war sich anfangs sehr sicher, dass BMW als Hersteller die Reparatur vollständig auf Kulanz übernehmen würde. Sie sagten, dass zwar einen solchen Fall noch nicht gehabt haben, da es sich um eine neue Fahrzeuggeneration handelt, aber gerade deshalb und auf Grund des hohen Qualitätsanspruches ich mir keine Sorgen machen soll
- umso größer war dort und natürlich bei mir als langjähriger BMW-Kunde später die Überraschung bzw. das Entsetzen, als BMW die komplett Kostenübernahme ablehnte.
In meiner Verzweiflung nahm ich selber Kontakt zum BMW-Kundendienst aufund machte folgende Erfahrung:
- Nach der ersten Kontaktaufnahme bat man mich, sich noch etwas Zeit für die Prüfung zu nehmen.
- Danach erfolgte jedoch überhaupt keine Rückmeldung mehr, trotz mehrerer Nachfragen meinerseits.
- Das letzte Lebenszeichen kam Mitte Dezember; seitdem herrscht Funkstille.
Da die Reparaturfinanzierung ungeklärt ist, konnte ich den Reparaturauftrag bislang nicht freigeben.
Seit dem 19. Dezember entstehen mir dadurch erhebliche Kosten für einen Ersatzwagen, was die Situation zusätzlich verschärft.
Ich kann immernoch nicht glauben, dass ich seitens BMW so alleine gelassen werde. Insbesondere auf Grund von folgenden Rahmenbedingungen als Zusammenfassung:
- kein Fehlverhalten meinerseits
- das Fahrzeug wurde regelmäßig gewartet
- eine frühere Fehlermeldung war bereits bekannt war, wurde aber nicht weiterverfolgt wurde,
- zunächst widersprüchliche Diagnosen gestellt wurden,
- selbst der Vertragshändler aufgrund des Qualitätsanspruchs von BMW von einer Kulanzlösung ausgegangen ist,
- und die Kommunikation seitens BMW faktisch eingestellt wurde.
Meine Fragen an euch:
- Hattet ihr ähnliche Erfahrungen mit BMW, insbesondere bei E-Fahrzeugen?
- Wie schätzt ihr die Chancen auf eine nachträgliche Kulanzentscheidung ein?
- Welche Eskalationswege sind sinnvoll (z. B. Kundenbetreuung, Ombudsmann, Leasinggesellschaft, rechtliche Schritte)?
- Wie würdet ihr in meiner Situation weiter vorgehen?
Vielen Dank für jeden Hinweis und eure Einschätzung.
Viele Grüße