Sportfahrer-Typenliste
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KLEINE FAHRWERKSKUNDE Seite 2
Übersteuern
Das Fahrzeug bricht beim Einlenken mit dem Heck in Richtung äußerer Kurvenrand.
Ursachen:
  1. Hinterachs Stoßdämpfer in der Zugstufe zu hart
  2. Hinterachs Stoßdämpfer im Maximum zu kurz
  3. Reifentemperatur zu niedrig
  4. Reifenluftdruck zu gering
  5. Reifenmischung falsch
  6. Hinterachsfeder zu hart
  7. Hinterachsstabi zu hart
  8. Hinterachs-Einfederweg zu gering, Fahrzeug liegt auf dem Anschlaggummi auf
  9. Fahrzeugeinstellung Spur, Sturz- Schräglaufwinkel)
Untersteuern
Das Fahrzeug schiebt beim Einlenken über die Vorderachse in Richtung äußerer Kurvenrand.
Ursachen:
  1. Vorderachse kein, oder vorne zuwenig Einfederweg
  2. Vorderachsfeder zu hart oder viel zu weich, Fahrzeug liegt auf dem Anschlaggummi auf
  3. Reifentemparatur zu niedrig
  4. Luftdruck zu gering
  5. Reifenmischung falsch
  6. Zugstufe im Vorderachsdämpfer zu hart oder Vorderachs Stabi zu hart
  7. Fahrzeugeinstellung Spur, Sturz- Schräglaufwinkel
Zugstufe

Die Zugstufe im Stoßdämpfer hat die Aufgabe die Fahrzeugfeder in ihrem Entspannungsvorgang (Schwingung) zu dämpfen. Die große Kunst der Fahrwerksabstimmung ist es, hier das genau richtige Verhältnis zwischen Federkraft (wegabhängig) und der Zugstufenkennung (geschwindigkeitsabhängig) für das jeweilige Fahrzeug und den Sporteinsatz zu finden.

Die Zugstufeneinstellung kann bei allen KONI Stoßdämpfern ein bzw. nachgestellt werden, bei vielen KONls sogar von außen in eingebautem Zustand.

Druckstufe
(Einfederweg)

Die Druckstufe hat die Aufgabe, die Einfedergeschwindigkeit zu dämpfen und den Stabilisator zu unterstützen bzw. bei fehlendem Stabilisator diese Funktion zu übernehmen.

Fahrzeugfeder
Es ist zu beachten, daß die Federn bei frei hängender Achse oder Radaufhängung mit Vorspannung eingebaut werden (Axial spielfrei). Bei Verwendung harter Fahrzeugfedern ist es oft notwendig, zusätzlich zur Hauptfeder noch eine sogenannte Hilfsfeder (Helper) oder Zusatzfeder zu verwenden. Die Zusatzfedern halten somit die Hauptfeder unter allen Fahrbedingungen unter ständiger Vorspannung. Hierdurch wird eine progressive Gesamtfederrate erreicht. Je nach Stoßdämpferbauart kann die Zusatzfeder über oder unter der Hauptfeder montiert werden. Hierbei ist es notwendig, den KONI- Zentrierring zwischen Haupt und Zusatzfeder zu verwenden, Bestell Nr. 29635-71. Die Verwendung der Zusatzfeder hat außerdem den Vorteil, daß am Dämpfer der Hub der Kolbenstange wenig oder gar nicht verändert werden muß.
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