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Der BMW 3er

Den großartigen wirtschaftlichen Aufschwung seit dem zweiten Weltkrieg verdankt BMW vor allem der Einführung eines sportlichen Mittelklassewagens; eine Idee, die bereits 1959 mit dem sportliche geprägten BMW 700 realisiert wurde. Den echten Durchbruch schaffte jedoch erst der BMW 1500, der zusätzlich dem Anspruch eines zuverlässigen, vollwertigen Automobils gerecht wurde.
Dem 1500er stellte man nach und nach weitere Motor- und Ausstattungsversionen zur Seite. 1600, 1800 und 2000 lauteten die Bezeichnungen. Stets auf ausreichend Motorleistung bedacht, entwickelten die Bayern daraus weitere Varianten mit Mehrvergaser- und einspritzanlagen.
Den für die 3er Reihe entscheidenden Meilenstein markierte die zweitürer-Karosserie des BMW 1600-2 (später 1602), die ab '68 als 2002 auch mit 100 PS zu haben war. "Scharfe" Versionen, wie der 2002tii und turbo, folgten.
Der Schritt zur ersten 3er Reihe war danach ein vergleichsweise kleiner, wenn auch diese Modellreihe die Verkaufszahlen deer Vorgänger noch übertraf. Noch mehr Attraktivität gewann der kleine BMW, nachdem in dieser Modellreihe seit 1977 zwei Sechszylindermotoren zur Verfügung standen; damals ein Novum in dieser Fahrzeugklasse.
Ende 1982 war die Zeit reif für die Vorstellung einer grundlegend überarbeiteten neuen 3er Generation - werksintern E30 genannt. Die neue Karosserie wirkte duch die niedrige Gürtellinie zierlicher und wartet gegenüber der Vorgängerversion mit einem besseren Luftwiederstandswert auf. Stark überarbeitet ist auch das Fahrwerk, was vor allen Dingen der Vorderachse zugute kommt.
Erstmals wird die Limousine auch viertürig angeboten. Allrad-, Cabrio und Dieselversion runden das Angebot dieser Baureihe ab. Legendär ist die Sportversion M3.
Im Laufe der Bauzeit sind zahlreiche Detailverbesserungen angesagt: So wurde z.B. der cw-Wert ab 1985 verringert (beim 324d auf 0,37). Dazu wurde neben anderen Detailarbeiten die Frontschürze verändert. Außerdem wurden die Räder mit Vollblenden versehen.
1987 bekommt der 318i einen völlig neu konstruierten Motor, und die gesamte 3er Reihe erfährt eine optische Aufwertung: Neue Stoßfänger aus Kunststoff, die einen Stoß mit 4 km/h ohne Beschädigung aushalten (Cabrio und M3 behalten ihre bisherigen Stoßstangen). Ellipsoid-Frontscheinwerfer mit Linsenoptik (erstmals im 7er eingebaut) sorgen für besseres Abblendlicht. Am Heck: Schwarze Zierblende und größere Rückleuchten. Die neue Motorengeneration gibt es ab 1988 auch für den 316i, 1989 wir den beiden Vierzylindern der sportliche 318is mit Vierventiltechnik zur Seite gestellt.
Selbst nach Vorstellung der Nachfolgermodelle bleibt die E30-Baureige in zweitüriger Ausführung sowie in der Version Touring, Cabrio und M3 noch für einige Zeit im Verkaufsprogramm.
Der 3er der dritten Generation ist zwar eine völlig neu entwickelte viertürige Limousine - sie ist jedoch anhand von typischen Stilelementen wie der Niere im Kühlergrill, den Doppel-Rundscheinwerfern (aus Gründen der Aerodynamik diesmal hinter einem Glasdeckel) und des Gegenschwungs im hinteren Dachpfosten eindeutig als BMW zu identifizieren. Zwei- und Viertürer gelten als eigenständige Modellreihen. Das Zweitürer-Modell wird nach der Einführung im Januar 1992 als "Coupe" vermarktet.