- D r u c k a n s i c h t -
>> Originalansicht HIER <<
|
Beitrag von: n/a Date: 03.07.2003 Thema: Erster Test des neuen 5ers ---------------------------------------------------------- Test: BMW 530i + 530d Der neue BMW 5er kommt: In die europäischen Märkte wird er im Juli 2003 eingeführt. Zunächst werden die Modelle 520i mit 170 PS, 530i mit 231 PS und 530d mit 218 PS angeboten. Im Herbst folgen der 525i mit 2,5 Litern Hubraum und der Achtzylinder 545i mit 4,4-Liter-V8 und 333 PS. Das Kombi-Modell «touring» wird im Sommer 2004 nachgereicht. Wir haben die beiden Sechszylinder 530i und 530d für Sie getestet. Das Design der neuen 5er-Limousine trägt unverkennbar die Handschrift von BMW-Chefdesigner Chris Bangle: Die Anleihen, die er in der Front und am Armaturenbrett beim Roadster Z4 gemacht hat und die gegenüber dem 7er-Heck dynamisierte Schlusspartie des 5er gefallen uns. Der Wagen wirkt mit weit ausgestellten Radhäusern sportlich, das Heck macht ihn kraftvoll und die Front hat aggressiven Charme. Nur an die Seitenlinie müssen wir uns noch ein wenig gewöhnen. Der neue 5er ist größer als sein Vorgänger: Die Länge wuchs um 6,6 Zentimeter, der Radstand wurde um 6,2 Zentimeter verlängert. Da auch Breite und Höhe angestiegen sind, steht spürbar mehr Platz für die Passagiere zur Verfügung. Hinten können Erwachsene jetzt gut sitzen. Auch der Kofferraum bietet ein um 60 Liter auf 520 Liter angestiegenes Volumen. Dank einer großen Klappe lässt sich der Stauraum gut beladen. Der Fahrgastraum wirkt wohnlich. Unsere Testwagen waren mit Leder und Holz ausgestattet. Der Blick schweift über ein geschwungenes Cockpit mit asymmetrisch verlaufenden Linien. Da ist Spannung und Ruhe zugleich drin. Die Rundinstrumente und der mittig installierte TFT-Monitor sind gut und jederzeit blendfrei einzusehen. Das vom 7er bekannte und oft kritisierte «iDrive»-Bedienkonzept wurde beim neuen 5er vereinfacht. Mit dem Drehregler, der vor dem Schalthebel installiert ist, können jetzt nur noch vier anstelle von acht Funktionen angewählt werden. Vor dem Drehknopf befindet sich noch eine «Menü»-Taste, mit der man ganz schnell in das Hauptmenü kommt. Wichtige Funktionen wie die Klimatisierung oder die Radiolautstärke haben zudem herkömmliche Knöpfe und Tasten. Ein neues Head-Up-Display - weltweit erstmals in Farbe - projiziert Informationen in das Sichtfeld des Fahrers. So braucht er den Blick nicht von der Straße zu wenden. Navigationshinweise, das aktuelle Tempo, Warnmeldungen und mehr können angezeigt werden. Schade nur, dass dieses tolle System mindestens 1000 Euro Aufpreis kosten wird. Unsere Testwagen hatten Sportsitze, die sich durch guten Seitenhalt und eine weit verstellbare Oberschenkelauflage auszeichnen. Außerdem gibt es Aktivsitze mit einer Bewegungshydraulik sowie Gebläse und Heizung. Die Top-Variante ist ein Multifunktionssitz mit Kopfstützen-Seitenführung und anpassbaren seitlichen Lehnenwülsten. Der Motor des Sechszylinder-Benziners leistet 231 PS. Damit ist der 530i in 6,9 Sekunden von null auf hundert. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h. Geschaltet wird mit dem neuen Sechsgang-Schaltgetriebe, das gut abgestuft ist und knackig mit kurzen Wegen zu betätigen ist. Optional gibt es für die Benziner auch eine neue Sechsgang-Automatik oder ein sequentielles Schaltgetriebe Der Motor des 530d bietet zwar «nur» 218 PS, aber mit 500 Newtonmetern bei 2000 U/min ein wesentlich höheres Drehmoment. Der Spurt auf Tempo hundert dauert mit 7,1 Sekunden nur unwesentlich länger als beim Benziner. Dafür erfolgt der Zwischensprint von 80 auf 120 km/h in nur 5,4 Sekunden, während der 530i hierfür 7,3 Sekunden braucht. Das Top-Speed beträgt 245 km/h. Da die beiden Motorisierungen gleich viel kosten, dürften sich viele für den Diesel entscheiden. Allerdings ist der Benziner eine Spur spritziger, da der 530i leichter ist als der 530d. So würde uns die Entscheidung hier absolut schwer fallen. Beide Motoren sind sehr leise. Beim Diesel hört man kein Nageln, er klingt nur ein wenig bassiger als der Benziner. Trotz der Run-Flat-Reifen unserer Testwagen, die ein lauteres Abrollgeräusch als normale Pneus haben, waren die Testfahrzeuge außergewöhnlich leise. Mit den Run-Flat-Reifen kann man übrigens ohne Luft 150 km weit fahren. Und das bei Tempo 80 und mit voller Zuladung, so BMW. Der Sechszylinder-Diesel ist sparsam: BMW gibt einen Gesamtverbrauch von nur 6,9 Litern an. Der Benziner kommt da schon auf 9,5 Liter. Allerdings ist er in die Schadstoffklasse Euro 4 eingestuft, der Diesel bietet nur Euro 3. Da Spurweite und Radstand angewachsen sind und die Achslastverteilung des neuen 5ers - je nach Motorgewicht - 50 zu 50 beträgt, ist ein supersportliches Fahrverhalten garantiert. Stöße haben dabei kaum die Chance, in den Innenraum durchzudringen. Die elektronischen Helferlein des Dynamic Drive-Systems unterdrücken sogar unerwünschte Wankbewegungen. Der neue 5er ist trotz des Größenwachstums leichter geworden - je nach Modell bis zu 75 kg. Dafür ist der Vorderwagen verantwortlich, der komplett aus Aluminium ist. Die Leichtigkeit merkt man auch beim Fahren. Zunächst fuhren wir den Diesel mit 17-Zoll-Bereifung und Normalfahrwerk. Das ist sehr komfortabel, aber uns war es etwas zu weich. Danach stiegen wir auf den Benziner mit Sportfahrwerk, 18- Zoll-Rädern und Mischbereifung um (vorne: 245/40, hinten 275/35). Dieses Fahrwerk erlaubt extrem hohe Kurvengeschwindigkeiten auf Porsche-Niveau, dabei ist es ausreichend komfortabel. Das Beste haben wir uns für den Schluss aufgehoben: Die Aktiv- Lenkung. Ein elektronisch gesteuertes System mit variabler Übersetzung und variabler Lenkkraft-Unterstützung. Ein Übergreifen der Hände beim Lenken wird weitgehend überflüssig. Bei langsamer Fahrt reicht ein geringer Lenkausschlag, um eine 90- Grad-Kurve zu nehmen. Daran kann man sich ganz schnell gewöhnen. Doch Vorsicht: sportlich zügiges Fahren mit dem neuen 5er-BMW macht süchtig. Wir sind der Meinung, dass die Aktiv-Lenkung ein großer Schritt voraus ist - nicht nur für sportliche Fahrer. Denn auch im engen Parkhaus oder beim Einparken hilft das System enorm. Unsere beiden Testwagen, der BMW 530i und der 530d, kosten jeweils 40 600 Euro. Mit Aktiv-Lenkung, Dynamic Drive, Metallic-Lack, Navigationssystem, akustischer Einparkhilfe und Lederpolstern kommen wir auf 49 910 Euro. Das ist ein stolzer Preis für die obere Mittelklasse. Aber angesichts des guten Serienumfangs und der vielen technischen Features auf höchstem Niveau geht der Preis in Ordnung. Ein schwacher Trost: den 170 PS starken 520i gibt es ab 35 100 Euro. Datenblatt: BMW 530i Bauart: Sechszylinder-Reihenmotor Hubraum: 2979 ccm max. Leistung: 170 kW (231 PS) bei 5900 U/min max. Drehmoment: 300 Nm bei 3500 U/min Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 6,9 sec. Gesamtverbrauch: 9,5 Liter auf 100 km Leergewicht: 1570 kg Länge: 4841 mm Breite: 1846 mm Höhe: 1468 mm Radstand: 2888 mm Wendekreis: 11,44 Meter Kofferraumvolumen: 520 Liter Felgen: 7 J x 16 LM Reifen: 225/55R16 95 W Datenblatt: BMW 530d Bauart: Sechszylinder-Reihenmotor Hubraum: 2993 ccm max. Leistung: 160 kW (218 PS) bei 4000 U/min max. Drehmoment: 500 Nm bei 2000 U/min Höchstgeschwindigkeit: 245 km/h Beschleunigung: 0 - 100 km/h: 7,1 sec. Gesamtverbrauch: 6,9 Liter auf 100 km Leergewicht: 1670 kg Länge: 4841 mm Breite: 1846 mm Höhe: 1468 mm Radstand: 2888 mm Wendekreis: 11,44 Meter Kofferraumvolumen: 520 Liter Felgen: 7 J x 16 LM Reifen: 225/55R16 95 W Grundpreis: ab 40.600 Euro |
Partner: Auto Tuning Videos und Filme | BMW Treffen Event Syndikat RaceWars | Internet Design T-Shirts Aufkleber | Kfz Werkstatt Reparatur Tüv und Tuning | BMW Auspuff E46 M3 4-Rohr Duplex - BMW Carbonteile |