0W-.. Motoröl sei Qauatsch stimmt das? lt. Werkst (BMW X1, X2, X3, X4, X5, X6, X7 Forum)
Hallo und guten Morgen, ich hab eine Frage,
ich hatte bisher für meinen X1 E84, EZ 2013 2,0D 150.000 km ein freigegebens 0W-30 Öl genommen.
Da ich der Meinung war, das beim morgendlichen Starten (im Wintern) es schon wichtig ist, das sich das Öl "schnell" und "sofort" verteilt.
Das Auto steht immer außen !!! über Nacht in einem ländlichen größeren Dorf . Also keine Innenstadt einer Großstadt. Ich steige ein und fahr los (kein stopp und go) auf die Bundeststraße, keine Ampel nix und 10min später dann auf die Autobahn. (Betrieb ges. morgens 30min.)
5 Grad sind immerhin 5 Grad Unterschied zu 0 Grad. Und das ist für mich nun mal sehr kalt. Nun teilt mir aber eine Werkstatt mit, das das Qautsch sei, den das 0er ist ja fast schon dünnflüssig und macht evtl. schäden an irgend ´nen Deckel ??? oder so ???
Das beste sei eindvon BMW freigegebens 5W- ...
Tja, wie denkt Ihr darüber.
Danke für Eure Ansichten.
Gruß Jimmyl
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Gruß
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Die Zahl vor dem W gibt an wie zähflüssig das Öl bei -17 Grad (ungefähr) ist, je niedriger umso flüssiger.
Also man könnte sagen, dass ein 0W im Kaltstart "besser" für den Motor ist als ein 10W, da es flüssiger ist und schneller überall hinkommt.
Die Aussage der Werkstatt ist naja ... ... denn ein 0W wird ja nicht irgendwann so flüssig, dass es aus jeder Ritze des Motors läuft.
es gibt Tabellen wo die optimalen Temperaturbereiche der verschiedenen Viskositäten abgebildet sind.
z.B. 0W30 von -40 bis +30 Grad oder 20W60 von -20 bis +50 Grad.
Man kann eigentlich sagen, dass es bei unserem mitteleuropäischen Klima, bei normalen Fahrzeugen mit normaler Anwendung, egal ist was man reinkippt.
Ich kippe in fast alle Karren seit Jahren 5W40.
Mein Roadster wurde aufgrund von erhöhtem Verbrauch mal von Alpina auf 10W60 umgeölt und der bekommt auch nichts anderes. Mein Evo bekommt auch 10W60, einfach weil da etwas höhere Temperaturen im Spiel sind ... würde aber sicher auch mit allem Anderen super laufen :-D
Hallo,
prima - danke Dir sehr für die informative Auskunft
Schönen Tag
Gruß Jimmy
Hi Kerny, bei der unteren Zahl kann ich dir bis zu -20°C Dauertemperatur zustimmen, aber wie lange bewegt sich der Motor den in diesem Temperaturbereich ? Genau, nicht all zu lange, denn er wird ja warm und dann kommt die obere Zahl zum tragen und da unterscheiden sich manche Öle erheblich voneinander. Wenn du das 60er nicht mehr dem EVO geben würdest, würde er mit Sicherheit sich nicht mehr sehr lange freuen und du dich auch nicht ., laufen würde er - aber wie ?
Der Unterschied liegt unter anderem an der Viskosität bei 100°C gemessen, normales Öl hat etwa 12mm²/s und sehr gutes Öl 18mm² /s in dieser Richtung wird sich auch dein 10W-60 bewegen.
Gruß Peter
Der große Ölfachmann bin ich jetzt auch nicht, aber mal ein paar Überlegungen:
Die schnelle Durchölung beim Motorstart ist echt wichtig. Der Schmierkeil muss erstmal in den Gleitlagern aufgebaut werden.
Ein 0W-Öl ist im Winter bei niedrigen Temperaturen flüssiger und einfach besser und schneller pumpbar.
Wenn der Wagen wiederum ein Saisonkennzeichen hat, dann kann man darauf verzichten, weil er eh nicht unter Null Grad gestartet wird.
Je höher der Motor dreht, umso höher wird die Öltemperatur, umso größer muss die zweite Zahl ausfallen (Viskosität bei hoher Öltemperatur). Daher gab es immer das 10W-60 bei den hochdrehenden M-Saugmotoren.
Ich könnte mir vorstellen, dass ein 0W-60-Öl für einen M-Motor im Winterbetrieb gut wäre, aber ein Öl mit einer so großen Spanne gibt es einfch nicht. Also muss man einen Kompromiss eingehen, und das sind hier wohl die Abstriche beim winterlichen Kaltstart in Form des 10W-60-Öls.
Der einzige Grund, statt dem 0W-30 ein 5W-30 reinzukippen, wären bei Ganzjahresbetrieb die Ölkosten. Denn der leichtere Kaltstart sollte dem Motor im Winter gut tun.
Problematisch könnten höchsten sehr lange Ölwechselintervalle sein, weil das Öl auch etwas verschleißt. Im Mehrbereichsöl sind Moleküle, die sich bei Hitze entfalten und dabei die Viskosität erhöhen. Wenn die zu stark in Mitleidenschaft gezogen werden, wird das heiße Öl irgendwann wirklich dünner.
Da das 0W-30 für den Motor aber freigegen ist, würde ich es trotzdem nehmen, aber die Ölwechselintervalle nicht unnötig rausziehen, ggf. lieber deutlich unterschreiten, denn die offiziellen Ölwechselintervalle sind mittlerweile oft sehr lang gewählt - und zwar nur, um die Betriebskosten im Leasing zu senken.
Im Übrigen würde ich die Start/Stopp-Funktion abschalten, denn dabei bricht jedesmal der Schmierkeil in den Gleitlagern wieder zusammen.
Grüße
ChrisH
Bearbeitet von: ChrisH am 22.11.2018 um 23:22:18
"Ein adäquater Fahrer ist auch hier von Nutzen - womöglich aus dem Porsche-Lager. Eine gute Auto-Fee könnte ihm drei Worte ins Ohr geflüstert haben: Wozu eigentlich mehr?"
Zitat aus dem Test des BMW 323ti, AMS, Heft 20/1997
Hinweis:
Zwischen obenstehenden und untenstehenden Themen liegt ein Zeitraum von mehr als 14 Monaten
Ein gutes Motorenöl befindet sich auch nach Stillstand des Motors an den Schmierstellen. Diese Geschichten vom Ölmangel an den Schmierstellen bei Stillstand wird es eher bei billigen Baumarktölen geben. Neben der freigegebenen Viskosität ist eher die Zulassung der Zusammenstellung des Öls und dessen Additive wichtig. Freigegeben ist für den 2 Liter Diesel das LL04 (BMW Freigabe) MST ACEA C3. Wichtig ist hier die Verträglichkeit für Rußpartikelfilter, Abgasrückführung und auch - so ist es eben - der Steuerkette. Also reicht hier bei einem Dieselmotor absolut das 5W-30 Öl, solange die anderen Vorgaben eingehalten werden. Übrigens 5W-30 bzw. 5W-40 bis -30°C und das 0W-30 bzw. 0W-40 bis -35°C und das bringt uns in Deutschland was?
Viele Gruesse Hubulus AKA Hubi
Fahrzeuge:E84 LCI X1 xdrive 2,0 d N47D20C ||| Ex-Fahrzeuge: E92 335i N54 und E39 523iA Touring.
Hi Hubulus, ich verstehe das Thema so:
Ja, das Öl befindet sich schon dort. Aber an einigen kritischen Stellen wie den Kurbelwellenlagern und Pleullagern hast Du eine extrem hohe Druckbelastung, schon durch die Kompression und erst recht durch die Explosion. Hätte man dort geschlossene Walzenlager, würde man dickes Kugellagerfett einsetzen, und sicher kein dünnes Öl. Daher reicht die einfache Anwesenheit von Öl in diesen Lagern nicht aus, sondern das Öl wird durch Bohrungen direkt mit Überdruck in die Gleitlager gepresst und dieser durch Öldruck erzeugte Ölüberschuss sorgt trotz der hohen Druckbelastung im Lager für einen Schmierkeil. Und dieser schmierkeil ist eben nicht da, wenn der Öldruck noch nicht aufgebaut ist. Nach meinem Verständnis ist der Motorstart, ganz besonders der Kaltstart, die den größten Beitrag zum Motorverschleiß leisten.
Ich denke, Lager wie z.B. die Kurbelwellenlager und Pleullager sind "Gleitlager mit Flüssigkeitsreibung":
https://de.wikipedia.org/wiki/Gleitlager#Gleitlager_mit_Fl%C3%BCssigkeitsreibungDie "Winterzahl" beim Öl sagt halt, wie niedrig die Viskosität bei niedrigen Temperaturen ist. Bei extrem niedrigen Temperaturen (die wir hier bei 0W oder 5W sicher kaum je erreichen werden) ist das Öl dann nicht mehr pumpbar. Darüber wird es aber sicher schon einen Unterschied machen, wie schnell das Öl mit Überdruck in den Lagern ankommt. Wer in Gegenden mit strengem Winter wohnt und sein Auto draußen stehen hat, sollte auf so was mehr achten als jemand, der in milden Gegenden wohnt oder das Auto in einer Tiefgarage stehen hat, wo es niemals Frost gibt.
Grüße
ChrisH
Bearbeitet von: ChrisH am 25.01.2020 um 14:01:53
"Ein adäquater Fahrer ist auch hier von Nutzen - womöglich aus dem Porsche-Lager. Eine gute Auto-Fee könnte ihm drei Worte ins Ohr geflüstert haben: Wozu eigentlich mehr?"
Zitat aus dem Test des BMW 323ti, AMS, Heft 20/1997
gnahc
25.01.2020 | 23:05:22
Flashen, Codieren und alles andere zum Thema Auto und Bit/Bytes