Magazin erstellt am 09.09.2026 um 14:53:41 [ voriger | nächster ]

Neuer BMW 3er 2026: M350 xDrive mit 443 PS im finalen Härtetest

BMW-News-Blog: Neuer BMW 3er 2026: M350 xDrive mit 443 PS im finalen Härtetest
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Neuer BMW 3er vor dem Serienstart: M350 xDrive mit 443 PS, Sechszylinder und Drift Moment

Der neue BMW 3er mit Verbrennungsmotor biegt auf die Zielgerade seiner Entwicklung ein. Noch getarnte Prototypen absolvieren im südfranzösischen Miramas die abschließende fahrdynamische Sommererprobung. Das Testprogramm reicht vom Hochgeschwindigkeitsoval über Handlingkurse bis zu unterschiedlichsten Fahrbahnbelägen. Zuvor musste sich die neue Generation bereits im schwedischen Wintertestzentrum Arjeplog und auf dem Nürburgring beweisen.

Im Mittelpunkt steht nicht nur die Abstimmung einer neuen Mittelklasse-Limousine. BMW führt die elektrische und die verbrennungsmotorische 3er-Familie gestalterisch eng zusammen, entwickelt zugleich aber eigenständige Fahrdynamiksysteme für beide Antriebsarchitekturen. Neben dem vollelektrischen BMW i3 kommen neue 3er-Modelle mit Vier- und Sechszylindermotoren sowie 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie.

Das fahrdynamische Spitzenmodell der Verbrenner-Baureihe wird der BMW M350 xDrive. Sein 3,0-Liter-Reihensechszylinder erreicht zusammen mit der elektrischen Unterstützung eine vorläufige Systemleistung von 326 kW beziehungsweise 443 PS und 580 Nm. Der Sprint auf 100 km/h soll 4,1 Sekunden dauern. Besonders aufhorchen lässt der neue Drift Moment: Ab 2027 kann das M Performance Modell seine Antriebskraft vollständig an die Hinterräder schicken.

Das Wichtigste in 20 Sekunden

  • Der neue BMW 3er mit Verbrennungsmotor befindet sich in der finalen Serienentwicklung.
  • Die abschließende fahrdynamische Sommererprobung findet in Miramas statt.
  • Zuvor wurde der 3er in Arjeplog und auf dem Nürburgring getestet.
  • Geplant sind Modelle mit Vier- und Sechszylindermotoren.
  • Alle Verbrenner erhalten eine 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie.
  • Topmodell ist der neue BMW M350 xDrive mit 3,0-Liter-Reihensechszylinder.
  • Die vorläufige Gesamtleistung beträgt 326 kW beziehungsweise 443 PS.
  • Das maximale Drehmoment liegt vorläufig bei 580 Nm.
  • Von 0 auf 100 km/h soll der M350 xDrive in 4,1 Sekunden beschleunigen.
  • Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 250 km/h angegeben.
  • 8-Gang Steptronic, xDrive, Adaptives M Fahrwerk und M Sportdifferenzial sind serienmäßig.
  • Der neue Drift Moment leitet die Antriebskraft vollständig an die Hinterräder.
  • Die Funktion soll 2027 per Remote Software Upgrade freigeschaltet werden.
  • Bereits ausgelieferte M350 xDrive sollen das Upgrade ebenfalls erhalten.
  • Längerer Radstand, breitere Spur und neue hubabhängige Dämpfer prägen das Fahrwerk.
  • Optional sind Mischbereifungen in 20 Zoll vorgesehen.
  • Design und Innenraum orientieren sich an der Neuen Klasse.
  • BMW Panoramic iDrive arbeitet mit dem BMW Operating System X.
  • Alle Leistungsdaten sind vorläufig; WLTP-Verbrauchswerte liegen noch nicht vor.

1) Miramas: der neue BMW 3er im fahrdynamischen Endspurt

Im Erprobungszentrum Miramas kann BMW sehr unterschiedliche Fahrsituationen auf einem abgeschlossenen Gelände reproduzieren. Ein Hochgeschwindigkeitsoval dient der Stabilität bei hohem Tempo, Handlingstrecken zeigen das Verhalten bei schnellen Richtungswechseln, und verschiedene Fahrbahnbeläge legen Schwächen bei Komfort, Geräuschen oder Traktion offen.

In dieser späten Entwicklungsphase geht es weniger um die grundsätzliche Fahrzeugarchitektur als um die Feinabstimmung. Lenkung, Dämpfung, Bremse, Regelsysteme und Antrieb müssen so zusammenspielen, dass das Auto in unterschiedlichen Situationen vorhersehbar reagiert. Kleine Änderungen an Software oder Hardware können dabei spürbare Auswirkungen auf Rückmeldung und Komfort besitzen.

Der neue 3er hat vor Miramas bereits zwei gegensätzliche Prüfstationen durchlaufen. Im schwedischen Arjeplog standen Traktion, Regelverhalten und Kältefestigkeit auf Eis und Schnee im Mittelpunkt. Der Nürburgring belastete Fahrwerk, Bremsen und Antrieb unter hoher Quer- und Längsdynamik. Miramas ergänzt diese Erfahrungen um sommerliche Temperaturen und eine große Vielfalt reproduzierbarer Streckenprofile.

TeststandortTypische BedingungenEntwicklungsziel
ArjeplogEis, Schnee und sehr niedrige TemperaturenTraktion, Stabilisierung und Wintertauglichkeit
NürburgringSchnelle Kurven, Kuppen, Kompressionen und hohe BelastungFahrdynamik, Bremsen und Dauerfestigkeit
MiramasHitze, Hochgeschwindigkeitsoval, Handlingkurse und verschiedene BelägeFinale Abstimmung von Dynamik und Komfort

2) Technologieoffener BMW 3er: i3, Vierzylinder und Reihensechszylinder

BMW entwickelt den neuen 3er als Modellfamilie mit unterschiedlichen Antriebsarchitekturen. Der vollelektrische BMW i3 feierte bereits im März 2026 seine Design-Premiere. Daneben stehen künftig neue Limousinen mit Vier- und Sechszylindermotoren zur Wahl.

Damit bleibt der Verbrennungsmotor in einer der wichtigsten BMW-Baureihen präsent. Gleichzeitig wird er elektrifiziert: Sämtliche angekündigten Vier- und Sechszylinder arbeiten mit 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie. Eine E-Maschine unterstützt den Verbrenner, kann Energie beim Verzögern zurückgewinnen und das Zusammenspiel im Antriebsstrang glätten.

Die Modelle sollen trotz gemeinsamer Designidee nicht identisch fahren. Ein Elektroauto besitzt andere Massen, Reaktionszeiten und Möglichkeiten der Momentenregelung als ein Verbrenner. BMW entwickelt deshalb für jede Architektur eine eigene Fahrwerks- und Regelstrategie. Der gemeinsame Nenner soll das typische 3er-Gefühl aus präzisem Handling, Langstreckenkomfort und Fahrerorientierung bleiben.

3) Das Design der Neuen Klasse kommt auch zum Verbrenner-3er

Optisch rückt die neue 3er-Familie eng zusammen. Alle Varianten übernehmen die Formensprache der Neuen Klasse. Dazu gehört eine Neuinterpretation des klassischen Vier-Augen-Gesichts. Antriebsspezifische Unterschiede sollen nur dort sichtbar werden, wo sie technisch oder funktional notwendig sind.

Ein langer Radstand, kurze Überhänge und klar modellierte Flächen bestimmen die Proportionen. Die Limousine folgt einem modernen 2,5-Box-Design. Dieser Begriff steht für eine fließendere Verbindung zwischen klassischem Stufenheck und dynamischer Dachlinie, ohne die praktische Grundform einer Sportlimousine aufzugeben.

Für Traditionalisten ist vor allem die gemeinsame Identität wichtig. Elektro-i3 und Verbrenner-3er bilden keine optisch vollständig getrennten Welten. Die Baureihe bleibt auf den ersten Blick als Familie erkennbar, während Details den jeweiligen Antrieb berücksichtigen.

4) Längerer Radstand und größere Spurweiten verändern die Basis

Gegenüber dem Vorgänger wächst der Radstand. Zugleich werden die Spurweiten vorn und hinten größer. Beides verändert die geometrische Ausgangslage des Fahrzeugs. Ein längerer Radstand kann die Stabilität und den Langstreckenkomfort unterstützen, während breitere Spurweiten mehr fahrdynamisches Potenzial und eine sattere Straßenlage ermöglichen.

Solche Veränderungen garantieren allein noch kein besseres Handling. Gewicht, Schwerpunkt, Reifen, Achskinematik, Steifigkeit und elektronische Regelsysteme müssen dazu passen. Deshalb ist die finale Abstimmung in Miramas so wichtig. Das Entwicklungsziel besteht nicht in maximaler Härte, sondern in einer kontrollierten Balance aus Agilität und Komfort.

Eine nahezu ausgeglichene Achslastverteilung bleibt eine zentrale Grundlage. Sie hilft, Vorder- und Hinterachse gleichmäßiger in die Fahraufgabe einzubeziehen. Für den Fahrer kann sich das in einem neutraleren Einlenkverhalten und nachvollziehbaren Reaktionen im Grenzbereich bemerkbar machen.

Die wichtigsten Fahrwerksänderungen

  • Längerer Radstand als beim Vorgängermodell
  • Vergrößerte Spurweite an Vorder- und Hinterachse
  • Nahezu ausgeglichene Achslastverteilung
  • Weiterentwickeltes integriertes Bremssystem
  • Angepasste Lenkübersetzung
  • Neue hubabhängige Stoßdämpfer im Serienfahrwerk
  • Optionales Adaptives Fahrwerk
  • Optionales Adaptives M Fahrwerk
  • Neue 20-Zoll-Sportreifen als Sonderausstattung

5) Doppelgelenk vorn, fünf Lenker hinten und neue Dämpfer

Der neue BMW 3er setzt an der Vorderachse auf eine Doppelgelenk-Federbein-Konstruktion. Hinten arbeitet eine Fünflenkerachse. Dieses Grundprinzip erlaubt es, Radführung, Federung und Lenkkräfte gezielt aufeinander abzustimmen.

Hoch vorgespannte Stabilisatorlager an beiden Achsen sollen die Wankabstützung optimieren. Das Fahrzeug kann dadurch bei schnellen Richtungswechseln unmittelbarer reagieren. Gleichzeitig muss die Abstimmung genügend Nachgiebigkeit für schlechte Straßen und lange Autobahnetappen bewahren.

Im Serienfahrwerk kommen neu entwickelte hubabhängige Stoßdämpfer zum Einsatz. Ihre Charakteristik verändert sich abhängig vom Einfederweg. Kleine Bewegungen können anders behandelt werden als große Karosseriebewegungen. Das Ziel ist eine breitere Spreizung zwischen komfortablem Ansprechen und kontrollierter Dämpfung.

Für höhere Ansprüche stehen ein Adaptives Fahrwerk und ein Adaptives M Fahrwerk zur Wahl. Elektronisch geregelte Dämpfer können ihre Wirkung an Fahrzustand und ausgewählten Modus anpassen. Der M350 xDrive erhält das Adaptive M Fahrwerk serienmäßig.

6) Neue Mischbereifung: 245er vorn und 275er hinten auf 20 Zoll

Erstmals sollen für den neuen BMW 3er Sportreifen im Format 245/35 R20 an der Vorderachse und 275/30 R20 hinten erhältlich sein. Die breitere Hinterachsbereifung passt zur leistungsstarken, heckbetonten Ausrichtung des M Performance Modells.

Große Räder und niedrige Reifenquerschnitte können Lenkpräzision und Seitenführung unterstützen. Sie erhöhen jedoch häufig auch Gewicht, Kosten und Empfindlichkeit gegenüber Fahrbahnkanten. Der konkrete Einfluss auf Komfort, Verbrauch und Fahrleistungen hängt von Reifenmodell, Felge und Fahrzeugabstimmung ab.

Für BMW-Fans ist deshalb entscheidend, die 20-Zoll-Option nicht nur nach der Optik auszuwählen. Wer viele Kilometer auf wechselnden Straßen fährt, sollte den Komfortvergleich mit kleineren Rad-Reifen-Kombinationen abwarten. Wer maximale Trockenperformance priorisiert, findet in der Mischbereifung eine besonders konsequente Konfiguration.

7) BMW M350 xDrive: 443 PS aus Reihensechszylinder und E-Maschine

Der BMW M350 xDrive übernimmt die Rolle des fahrdynamischen Spitzenmodells unter den neuen 3ern mit Verbrennungsmotor. Als einzige Variante der Baureihe erhält er einen Reihensechszylinder. Der 3,0-Liter BMW TwinPower Turbo Motor arbeitet mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System zusammen.

Die vorläufige Gesamtleistung liegt bei 326 kW beziehungsweise 443 PS, das maximale Drehmoment bei 580 Nm. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h werden 4,1 Sekunden angegeben. Bei 250 km/h endet der Vortrieb elektronisch begrenzt.

Serienmäßig kombiniert BMW den Antrieb mit dem 8-Gang Steptronic Getriebe und dem intelligenten Allradsystem xDrive. Hinzu kommen Adaptives M Fahrwerk, M Sportdifferenzial und variable Sportlenkung. Eine erhöhte Torsions- und Vertikalsteifigkeit bildet die strukturelle Basis für die spezifische Fahrwerksabstimmung.

BMW M350 xDriveVorläufige Angabe
ProduktionsstartZweite Jahreshälfte 2026
Verbrennungsmotor3,0-Liter BMW TwinPower Turbo Reihensechszylinder
Elektrifizierung48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie
Systemleistung326 kW / 443 PS
Drehmoment580 Nm
Getriebe8-Gang BMW Steptronic
AntriebBMW xDrive
Beschleunigung 0-100 km/h4,1 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
SerienfahrwerkAdaptives M Fahrwerk
QuerdynamikM Sportdifferenzial, variable Sportlenkung und Drift Moment

Alle Werte beziehen sich auf einen Prototypen in der Entwicklungsphase und können sich bis zur endgültigen Homologation verändern. Ein direkter Vergleich mit dem Vorgänger sollte deshalb erst erfolgen, wenn finale Serien- und WLTP-Daten vorliegen.

8) Drift Moment: xDrive wird auf Wunsch zum reinen Hinterradantrieb

Die auffälligste Neuerung des M350 xDrive ist der Drift Moment. Nach Aktivierung über das Central Display wird die Antriebskraft vollständig an die Hinterräder geleitet. In Verbindung mit der M-spezifischen Ansteuerung der Lamellenkupplung und deaktivierter Fahrstabilitätsregelung entsteht ein gezielt heckgetriebenes Fahrerlebnis.

Damit übernimmt ein M Performance Modell eine Funktion, die bisher den High-Performance-Fahrzeugen der BMW M GmbH vorbehalten war. Der M350 xDrive kann im Alltag die Traktionsvorteile des Allradantriebs nutzen und für einen kontrollierten Einsatz auf abgesperrtem Gelände die Antriebscharakteristik wechseln.

Der Begriff Drift Moment darf nicht als Einladung zum Querfahren im öffentlichen Straßenverkehr verstanden werden. Bei deaktivierter Stabilitätsregelung greift das elektronische Sicherheitsnetz nur eingeschränkt beziehungsweise nicht regulierend ein. Die Funktion verlangt Erfahrung, ausreichend Auslauf und einen geschlossenen Kurs.

Drift Moment nur unter sicheren Bedingungen nutzen

  • Ausschließlich auf einem abgesperrten und dafür geeigneten Gelände aktivieren.
  • Nicht im öffentlichen Straßenverkehr driften.
  • Ausreichend Platz und Sicherheitszonen vorsehen.
  • Reifen, Temperaturen und Fahrbahnzustand beachten.
  • DSC-OFF reduziert die stabilisierenden Eingriffe.
  • Funktion idealerweise im Rahmen eines professionellen Fahrertrainings kennenlernen.
  • Verschleiß an Reifen und Antriebskomponenten einkalkulieren.

9) Drift Moment kommt 2027 per Remote Software Upgrade

Der Produktionsstart des M350 xDrive ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Der Drift Moment soll jedoch erst im Laufe des Jahres 2027 verfügbar werden. Fahrzeuge können daher ausgeliefert werden, bevor die Funktion freigeschaltet ist.

Die Aktivierung soll später per Remote Software Upgrade erfolgen. Bereits ausgelieferte Fahrzeuge sollen damit ebenfalls den Drift Moment erhalten. Welche technischen und marktbezogenen Voraussetzungen für die Freischaltung gelten, ist noch nicht bekannt.

Ein genauer Termin innerhalb des Jahres 2027 ist noch nicht bekannt. Ebenso offen sind mögliche regionale Unterschiede, Freigabebedingungen und Hinweise zur Nutzung. Käufer sollten den Drift Moment deshalb nicht als unmittelbar zum Fahrzeugstart verfügbare Funktion einplanen.

10) Der BMW Driving Stack vernetzt Fahrwerk, Bremse und Antrieb

Die neue 3er-Reihe erhält eine neue Elektronik- und Softwarearchitektur. Der BMW Driving Stack verbindet fahrrelevante Hardware und Software. Er koordiniert die Systeme, die für Längs- und Querdynamik wichtig sind.

Beim Verbrenner bündelt das Querdynamik-Management alle agilisierenden Funktionen einschließlich des fahrdynamischen Allradantriebs. Lenkung, Bremse, Differenzial, Dämpfung und Momentenverteilung können dadurch enger zusammenarbeiten. Statt einzelner Systeme, die nacheinander korrigieren, soll ein abgestimmter Verbund frühzeitig auf den Fahrzustand reagieren.

Stabilisierungs- und Motorregelungsfunktionen bleiben dabei auf mehrere spezialisierte Steuergeräte verteilt. Der Ansatz unterscheidet sich vom zentralisierten Heart of Joy des Elektro-i3. BMW setzt also nicht dieselbe technische Lösung für jeden Antrieb ein, sondern passt die Architektur an die jeweiligen Stärken an.

11) BMW 3er Verbrenner und i3: gleiches Ziel, unterschiedlicher Weg

Beim vollelektrischen BMW i3 bildet der Zentralcomputer Heart of Joy zusammen mit der BMW Dynamic Performance Control das Zentrum der Fahrdynamik. Das System wurde speziell für die sechste Generation der elektrischen Antriebsarchitektur entwickelt.

Der Verbrenner nutzt einen optimierten Driving Stack, der auf Motor, Getriebe, 48-Volt-System und xDrive zugeschnitten ist. Historisch gewachsene, spezialisierte Steuergeräte bleiben Teil des Verbunds. Das ermöglicht es, bewährte Funktionen weiterzuentwickeln und gleichzeitig eine übergreifende Koordination einzuführen.

BereichVollelektrischer BMW i3BMW 3er mit Verbrennungsmotor
AntriebsarchitekturVollelektrisch, sechste GenerationVier- oder Sechszylinder mit 48-Volt-System
Zentrale FahrdynamiklösungHeart of Joy und BMW Dynamic Performance ControlOptimierter intelligenter BMW Driving Stack
RegelstrategieStark zentralisierte VerarbeitungVernetzter Verbund spezialisierter Steuergeräte
Gemeinsames ZielPräzises und markentypisches FahrerlebnisPräzises und markentypisches Fahrerlebnis

Diese Differenzierung ist technisch plausibler als eine künstliche Gleichmacherei. Elektro- und Verbrennerantrieb stellen unterschiedliche Anforderungen an Momentenaufbau, Rekuperation, Getriebesteuerung und Gewichtsverteilung. Entscheidend ist, ob sich beide Lösungen für den Fahrer geschlossen und natürlich anfühlen.

12) EfficientDynamics: Mild-Hybrid, Luftklappen und Efficiency Coach

Fahrdynamik steht im Zentrum der aktuellen Erprobung, doch der neue 3er muss ebenso effizienter werden. Das 48-Volt-Bordnetz unterstützt den Antrieb und ermöglicht die Rückgewinnung von Energie. Wie groß der konkrete Verbrauchsvorteil ausfällt, lässt sich ohne finale WLTP-Werte noch nicht beurteilen.

Weitere Maßnahmen betreffen Aerodynamik, Elektronik und Fahrerunterstützung. Eine aktive Luftklappensteuerung kann Kühlluftöffnungen bedarfsgerecht öffnen und schließen. Werden sie nicht benötigt, lässt sich der Luftwiderstand reduzieren.

Der My Mode Efficient stimmt Fahrzeugfunktionen auf sparsames Fahren ab. Ergänzend gibt der Efficiency Coach vorausschauende Hinweise, die dem Fahrer helfen sollen, Energieverbrauch und Reichweite zu verbessern. Der tatsächliche Effekt hängt stark von Strecke, Fahrstil, Temperatur und Ausstattung ab.

13) BMW Panoramic iDrive bringt die Neue Klasse ins Cockpit

Nicht nur das Exterieur folgt der Neuen Klasse. Im Innenraum kommt das Anzeige- und Bediensystem BMW Panoramic iDrive mit BMW Operating System X zum Einsatz. Es soll Fahrerorientierung und digitale Interaktion neu ordnen.

Für einen BMW 3er ist die Bedienlogik besonders sensibel. Die Baureihe richtet sich traditionell an Fahrer, die wichtige Informationen schnell erfassen und Funktionen möglichst ohne Ablenkung erreichen möchten. Ein modernes digitales Cockpit muss deshalb mehr leisten als eine große Bildschirmfläche.

Wie sich Panoramic iDrive im Serienfahrzeug bedienen lässt, muss ein Praxistest zeigen. Entscheidend werden Ablesbarkeit, Menüstruktur, Direktzugriffe und die Bedienung während der Fahrt sein. Auch die Integration klassischer Fahrzeugfunktionen spielt für langjährige BMW-Fahrer eine große Rolle.

14) Warum der neue 3er für BMW-Enthusiasten besonders relevant ist

Der BMW 3er steht seit Jahrzehnten für die Verbindung aus alltagstauglicher Limousine und fahrerorientierter Dynamik. Die neue Generation muss diese Rolle in einer Phase behaupten, in der sich Antrieb, Elektronik und Bedienung schneller verändern als je zuvor.

Der M350 xDrive zeigt, dass BMW den Verbrenner nicht nur als Übergangslösung behandelt. Reihensechszylinder, spezifische Fahrwerksverstärkung, M Sportdifferenzial und Drift Moment bilden ein eigenständiges Performance-Paket. Gleichzeitig rückt die Software tiefer in den Mittelpunkt.

Für Puristen ist der vollständig heckgetriebene Drift-Modus besonders interessant. Im normalen Fahrbetrieb bleibt jedoch xDrive die Grundlage. Das Auto verbindet damit mehrere Charaktere: traktionsstarker Allradler, langstreckentaugliche Limousine und auf abgesperrtem Terrain ein heckbetontes Fahrerauto.

Die endgültige Bewertung hängt davon ab, ob Gewicht, Lenkgefühl, Dämpfung und Bremsgefühl die hohen Erwartungen erfüllen. 443 PS und 4,1 Sekunden liefern beeindruckende Zahlen, ersetzen aber nicht die feinen Qualitäten, die einen überzeugenden 3er ausmachen.

15) Diese wichtigen Angaben fehlen noch

Die Sommererprobung liefert einen detaillierten Blick auf Technik und Entwicklungsziele, aber noch kein vollständiges Serien-Datenblatt. Besonders Verbrauch, Abmessungen, Gewicht, Kofferraum und Preise sind für Käufer entscheidend.

Noch nicht bekannte Seriendaten

  • Finale WLTP-Verbrauchs- und CO2-Werte
  • Endgültige Leistungsdaten aller Vierzylinder-Varianten
  • Exakte Außenabmessungen und Radstand
  • Leergewicht und zulässige Gesamtmasse
  • Kofferraumvolumen
  • Preise und vollständige Serienausstattung
  • Marktstart der einzelnen Motorisierungen
  • Genauer Freischaltungstermin des Drift Moment
  • Regionale Verfügbarkeit der Softwarefunktion
  • Auswirkungen der 20-Zoll-Sportreifen auf Verbrauch und Komfort

Auch die Leistung von 443 PS, die 580 Nm und die Beschleunigung in 4,1 Sekunden sind vorläufig. Änderungen bis zur Serienfreigabe bleiben möglich. Eine belastbare Kaufberatung ist deshalb erst mit Preisen, Ausstattungslisten und final homologierten Werten möglich.

16) FAQ zum neuen BMW 3er und BMW M350 xDrive

Wann startet die Produktion des neuen BMW M350 xDrive?

Der Produktionsstart ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen.

Gibt es den neuen BMW 3er weiterhin mit Verbrennungsmotor?

Ja. Neben dem vollelektrischen BMW i3 sind neue 3er-Modelle mit Vier- und Sechszylindermotoren geplant.

Erhalten alle Verbrenner eine Mild-Hybrid-Unterstützung?

Die angekündigten Vier- und Sechszylinder werden mit 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie kombiniert.

Welcher neue BMW 3er besitzt einen Sechszylinder?

Der BMW M350 xDrive ist das einzige angekündigte Verbrenner-Modell der neuen 3er-Reihe mit Reihensechszylinder.

Wie viel Leistung hat der BMW M350 xDrive?

Die vorläufige Gesamtleistung aus Verbrennungsmotor und E-Maschine beträgt 326 kW beziehungsweise 443 PS.

Wie hoch ist das Drehmoment?

Für den Prototyp werden vorläufig 580 Nm angegeben.

Wie schnell beschleunigt der M350 xDrive auf 100 km/h?

Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll 4,1 Sekunden dauern. Auch dieser Wert ist noch vorläufig.

Welche Höchstgeschwindigkeit erreicht das Topmodell?

Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 250 km/h angegeben.

Was ist der BMW Drift Moment?

Die Funktion leitet die Antriebskraft vollständig an die Hinterräder. Sie arbeitet mit einer M-spezifischen Kupplungsansteuerung und DSC-OFF zusammen.

Wann wird der Drift Moment verfügbar?

Die Freischaltung ist im Laufe des Jahres 2027 per Remote Software Upgrade vorgesehen.

Erhalten bereits ausgelieferte Autos den Drift-Modus?

Ja. Auch zuvor ausgelieferte Fahrzeuge sollen die Funktion per Remote Software Upgrade erhalten.

Welche Fahrwerkstechnik besitzt der neue BMW 3er?

Vorn arbeitet eine Doppelgelenk-Federbeinachse, hinten eine Fünflenkerachse. Das Serienfahrwerk nutzt neue hubabhängige Dämpfer. Adaptive Varianten sind optional beziehungsweise beim M350 xDrive serienmäßig.

Welche Reifengröße ist maximal vorgesehen?

Optional sind erstmals 245/35 R20 vorn und 275/30 R20 hinten erhältlich.

Was ist der BMW Driving Stack?

Der Driving Stack ist ein vernetztes Hardware- und Software-System, das fahrrelevante Funktionen wie Stabilisierung, Bremse, Antrieb und Allradregelung koordiniert.

Hat der Verbrenner ebenfalls das Heart of Joy?

Nein. Das Heart of Joy wurde für die elektrische Architektur des BMW i3 entwickelt. Die Verbrenner-Modelle erhalten einen eigenen, auf ihre Antriebsart optimierten Driving Stack.

Gibt es bereits WLTP-Verbrauchswerte?

Nein. Finale WLTP-Verbrauchsangaben sind noch nicht verfügbar.

17) Fazit: Der neue BMW 3er hält am Sechszylinder fest und denkt Fahrdynamik digital weiter

Der neue BMW 3er versucht keinen einfachen Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft. Er übernimmt Design, Cockpit und Softwarearchitektur der Neuen Klasse, behält aber Vier- und Sechszylindermotoren mit 48-Volt-Unterstützung im Programm.

Der BMW M350 xDrive ist das klare Statement dieser Strategie. Vorläufig 443 PS, 580 Nm, 4,1 Sekunden auf 100 km/h und eine umfangreiche M Performance Ausstattung rücken ihn näher an die High-Performance-Welt. Der Drift Moment macht diesen Anspruch besonders sichtbar, auch wenn die Funktion erst 2027 nachgereicht wird und ausschließlich auf einem sicheren, abgesperrten Gelände genutzt werden sollte.

Mindestens ebenso wichtig sind die Änderungen unterhalb der Leistungsdaten: längerer Radstand, breitere Spurweiten, neue Dämpfer, angepasste Lenkung und der intelligente Driving Stack. Ob daraus tatsächlich der präzisere und zugleich komfortablere 3er entsteht, muss die Serienversion beweisen.

Bis dahin gilt: Die technischen Eckdaten klingen vielversprechend, sind aber noch vorläufig. Preise, Gewichte und WLTP-Werte fehlen. Die finale Einordnung folgt erst, wenn der getarnte Prototyp dem serienreifen BMW 3er Platz macht.

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Autor: Chris_W. [ voriger | nächster ]