Der neue BMW 3er mit Verbrennungsmotor biegt auf die Zielgerade seiner Entwicklung ein. Noch getarnte Prototypen absolvieren im südfranzösischen Miramas die abschließende fahrdynamische Sommererprobung. Das Testprogramm reicht vom Hochgeschwindigkeitsoval über Handlingkurse bis zu unterschiedlichsten Fahrbahnbelägen. Zuvor musste sich die neue Generation bereits im schwedischen Wintertestzentrum Arjeplog und auf dem Nürburgring beweisen.
Im Mittelpunkt steht nicht nur die Abstimmung einer neuen Mittelklasse-Limousine. BMW führt die elektrische und die verbrennungsmotorische 3er-Familie gestalterisch eng zusammen, entwickelt zugleich aber eigenständige Fahrdynamiksysteme für beide Antriebsarchitekturen. Neben dem vollelektrischen BMW i3 kommen neue 3er-Modelle mit Vier- und Sechszylindermotoren sowie 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie.
Das fahrdynamische Spitzenmodell der Verbrenner-Baureihe wird der BMW M350 xDrive. Sein 3,0-Liter-Reihensechszylinder erreicht zusammen mit der elektrischen Unterstützung eine vorläufige Systemleistung von 326 kW beziehungsweise 443 PS und 580 Nm. Der Sprint auf 100 km/h soll 4,1 Sekunden dauern. Besonders aufhorchen lässt der neue Drift Moment: Ab 2027 kann das M Performance Modell seine Antriebskraft vollständig an die Hinterräder schicken.
Im Erprobungszentrum Miramas kann BMW sehr unterschiedliche Fahrsituationen auf einem abgeschlossenen Gelände reproduzieren. Ein Hochgeschwindigkeitsoval dient der Stabilität bei hohem Tempo, Handlingstrecken zeigen das Verhalten bei schnellen Richtungswechseln, und verschiedene Fahrbahnbeläge legen Schwächen bei Komfort, Geräuschen oder Traktion offen.
In dieser späten Entwicklungsphase geht es weniger um die grundsätzliche Fahrzeugarchitektur als um die Feinabstimmung. Lenkung, Dämpfung, Bremse, Regelsysteme und Antrieb müssen so zusammenspielen, dass das Auto in unterschiedlichen Situationen vorhersehbar reagiert. Kleine Änderungen an Software oder Hardware können dabei spürbare Auswirkungen auf Rückmeldung und Komfort besitzen.
Der neue 3er hat vor Miramas bereits zwei gegensätzliche Prüfstationen durchlaufen. Im schwedischen Arjeplog standen Traktion, Regelverhalten und Kältefestigkeit auf Eis und Schnee im Mittelpunkt. Der Nürburgring belastete Fahrwerk, Bremsen und Antrieb unter hoher Quer- und Längsdynamik. Miramas ergänzt diese Erfahrungen um sommerliche Temperaturen und eine große Vielfalt reproduzierbarer Streckenprofile.
| Teststandort | Typische Bedingungen | Entwicklungsziel |
|---|---|---|
| Arjeplog | Eis, Schnee und sehr niedrige Temperaturen | Traktion, Stabilisierung und Wintertauglichkeit |
| Nürburgring | Schnelle Kurven, Kuppen, Kompressionen und hohe Belastung | Fahrdynamik, Bremsen und Dauerfestigkeit |
| Miramas | Hitze, Hochgeschwindigkeitsoval, Handlingkurse und verschiedene Beläge | Finale Abstimmung von Dynamik und Komfort |
BMW entwickelt den neuen 3er als Modellfamilie mit unterschiedlichen Antriebsarchitekturen. Der vollelektrische BMW i3 feierte bereits im März 2026 seine Design-Premiere. Daneben stehen künftig neue Limousinen mit Vier- und Sechszylindermotoren zur Wahl.
Damit bleibt der Verbrennungsmotor in einer der wichtigsten BMW-Baureihen präsent. Gleichzeitig wird er elektrifiziert: Sämtliche angekündigten Vier- und Sechszylinder arbeiten mit 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie. Eine E-Maschine unterstützt den Verbrenner, kann Energie beim Verzögern zurückgewinnen und das Zusammenspiel im Antriebsstrang glätten.
Die Modelle sollen trotz gemeinsamer Designidee nicht identisch fahren. Ein Elektroauto besitzt andere Massen, Reaktionszeiten und Möglichkeiten der Momentenregelung als ein Verbrenner. BMW entwickelt deshalb für jede Architektur eine eigene Fahrwerks- und Regelstrategie. Der gemeinsame Nenner soll das typische 3er-Gefühl aus präzisem Handling, Langstreckenkomfort und Fahrerorientierung bleiben.
Optisch rückt die neue 3er-Familie eng zusammen. Alle Varianten übernehmen die Formensprache der Neuen Klasse. Dazu gehört eine Neuinterpretation des klassischen Vier-Augen-Gesichts. Antriebsspezifische Unterschiede sollen nur dort sichtbar werden, wo sie technisch oder funktional notwendig sind.
Ein langer Radstand, kurze Überhänge und klar modellierte Flächen bestimmen die Proportionen. Die Limousine folgt einem modernen 2,5-Box-Design. Dieser Begriff steht für eine fließendere Verbindung zwischen klassischem Stufenheck und dynamischer Dachlinie, ohne die praktische Grundform einer Sportlimousine aufzugeben.
Für Traditionalisten ist vor allem die gemeinsame Identität wichtig. Elektro-i3 und Verbrenner-3er bilden keine optisch vollständig getrennten Welten. Die Baureihe bleibt auf den ersten Blick als Familie erkennbar, während Details den jeweiligen Antrieb berücksichtigen.
Gegenüber dem Vorgänger wächst der Radstand. Zugleich werden die Spurweiten vorn und hinten größer. Beides verändert die geometrische Ausgangslage des Fahrzeugs. Ein längerer Radstand kann die Stabilität und den Langstreckenkomfort unterstützen, während breitere Spurweiten mehr fahrdynamisches Potenzial und eine sattere Straßenlage ermöglichen.
Solche Veränderungen garantieren allein noch kein besseres Handling. Gewicht, Schwerpunkt, Reifen, Achskinematik, Steifigkeit und elektronische Regelsysteme müssen dazu passen. Deshalb ist die finale Abstimmung in Miramas so wichtig. Das Entwicklungsziel besteht nicht in maximaler Härte, sondern in einer kontrollierten Balance aus Agilität und Komfort.
Eine nahezu ausgeglichene Achslastverteilung bleibt eine zentrale Grundlage. Sie hilft, Vorder- und Hinterachse gleichmäßiger in die Fahraufgabe einzubeziehen. Für den Fahrer kann sich das in einem neutraleren Einlenkverhalten und nachvollziehbaren Reaktionen im Grenzbereich bemerkbar machen.
Der neue BMW 3er setzt an der Vorderachse auf eine Doppelgelenk-Federbein-Konstruktion. Hinten arbeitet eine Fünflenkerachse. Dieses Grundprinzip erlaubt es, Radführung, Federung und Lenkkräfte gezielt aufeinander abzustimmen.
Hoch vorgespannte Stabilisatorlager an beiden Achsen sollen die Wankabstützung optimieren. Das Fahrzeug kann dadurch bei schnellen Richtungswechseln unmittelbarer reagieren. Gleichzeitig muss die Abstimmung genügend Nachgiebigkeit für schlechte Straßen und lange Autobahnetappen bewahren.
Im Serienfahrwerk kommen neu entwickelte hubabhängige Stoßdämpfer zum Einsatz. Ihre Charakteristik verändert sich abhängig vom Einfederweg. Kleine Bewegungen können anders behandelt werden als große Karosseriebewegungen. Das Ziel ist eine breitere Spreizung zwischen komfortablem Ansprechen und kontrollierter Dämpfung.
Für höhere Ansprüche stehen ein Adaptives Fahrwerk und ein Adaptives M Fahrwerk zur Wahl. Elektronisch geregelte Dämpfer können ihre Wirkung an Fahrzustand und ausgewählten Modus anpassen. Der M350 xDrive erhält das Adaptive M Fahrwerk serienmäßig.
Erstmals sollen für den neuen BMW 3er Sportreifen im Format 245/35 R20 an der Vorderachse und 275/30 R20 hinten erhältlich sein. Die breitere Hinterachsbereifung passt zur leistungsstarken, heckbetonten Ausrichtung des M Performance Modells.
Große Räder und niedrige Reifenquerschnitte können Lenkpräzision und Seitenführung unterstützen. Sie erhöhen jedoch häufig auch Gewicht, Kosten und Empfindlichkeit gegenüber Fahrbahnkanten. Der konkrete Einfluss auf Komfort, Verbrauch und Fahrleistungen hängt von Reifenmodell, Felge und Fahrzeugabstimmung ab.
Für BMW-Fans ist deshalb entscheidend, die 20-Zoll-Option nicht nur nach der Optik auszuwählen. Wer viele Kilometer auf wechselnden Straßen fährt, sollte den Komfortvergleich mit kleineren Rad-Reifen-Kombinationen abwarten. Wer maximale Trockenperformance priorisiert, findet in der Mischbereifung eine besonders konsequente Konfiguration.
Der BMW M350 xDrive übernimmt die Rolle des fahrdynamischen Spitzenmodells unter den neuen 3ern mit Verbrennungsmotor. Als einzige Variante der Baureihe erhält er einen Reihensechszylinder. Der 3,0-Liter BMW TwinPower Turbo Motor arbeitet mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System zusammen.
Die vorläufige Gesamtleistung liegt bei 326 kW beziehungsweise 443 PS, das maximale Drehmoment bei 580 Nm. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h werden 4,1 Sekunden angegeben. Bei 250 km/h endet der Vortrieb elektronisch begrenzt.
Serienmäßig kombiniert BMW den Antrieb mit dem 8-Gang Steptronic Getriebe und dem intelligenten Allradsystem xDrive. Hinzu kommen Adaptives M Fahrwerk, M Sportdifferenzial und variable Sportlenkung. Eine erhöhte Torsions- und Vertikalsteifigkeit bildet die strukturelle Basis für die spezifische Fahrwerksabstimmung.
| BMW M350 xDrive | Vorläufige Angabe |
|---|---|
| Produktionsstart | Zweite Jahreshälfte 2026 |
| Verbrennungsmotor | 3,0-Liter BMW TwinPower Turbo Reihensechszylinder |
| Elektrifizierung | 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie |
| Systemleistung | 326 kW / 443 PS |
| Drehmoment | 580 Nm |
| Getriebe | 8-Gang BMW Steptronic |
| Antrieb | BMW xDrive |
| Beschleunigung 0-100 km/h | 4,1 Sekunden |
| Höchstgeschwindigkeit | 250 km/h |
| Serienfahrwerk | Adaptives M Fahrwerk |
| Querdynamik | M Sportdifferenzial, variable Sportlenkung und Drift Moment |
Alle Werte beziehen sich auf einen Prototypen in der Entwicklungsphase und können sich bis zur endgültigen Homologation verändern. Ein direkter Vergleich mit dem Vorgänger sollte deshalb erst erfolgen, wenn finale Serien- und WLTP-Daten vorliegen.
Die auffälligste Neuerung des M350 xDrive ist der Drift Moment. Nach Aktivierung über das Central Display wird die Antriebskraft vollständig an die Hinterräder geleitet. In Verbindung mit der M-spezifischen Ansteuerung der Lamellenkupplung und deaktivierter Fahrstabilitätsregelung entsteht ein gezielt heckgetriebenes Fahrerlebnis.
Damit übernimmt ein M Performance Modell eine Funktion, die bisher den High-Performance-Fahrzeugen der BMW M GmbH vorbehalten war. Der M350 xDrive kann im Alltag die Traktionsvorteile des Allradantriebs nutzen und für einen kontrollierten Einsatz auf abgesperrtem Gelände die Antriebscharakteristik wechseln.
Der Begriff Drift Moment darf nicht als Einladung zum Querfahren im öffentlichen Straßenverkehr verstanden werden. Bei deaktivierter Stabilitätsregelung greift das elektronische Sicherheitsnetz nur eingeschränkt beziehungsweise nicht regulierend ein. Die Funktion verlangt Erfahrung, ausreichend Auslauf und einen geschlossenen Kurs.
Der Produktionsstart des M350 xDrive ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Der Drift Moment soll jedoch erst im Laufe des Jahres 2027 verfügbar werden. Fahrzeuge können daher ausgeliefert werden, bevor die Funktion freigeschaltet ist.
Die Aktivierung soll später per Remote Software Upgrade erfolgen. Bereits ausgelieferte Fahrzeuge sollen damit ebenfalls den Drift Moment erhalten. Welche technischen und marktbezogenen Voraussetzungen für die Freischaltung gelten, ist noch nicht bekannt.
Ein genauer Termin innerhalb des Jahres 2027 ist noch nicht bekannt. Ebenso offen sind mögliche regionale Unterschiede, Freigabebedingungen und Hinweise zur Nutzung. Käufer sollten den Drift Moment deshalb nicht als unmittelbar zum Fahrzeugstart verfügbare Funktion einplanen.
Die neue 3er-Reihe erhält eine neue Elektronik- und Softwarearchitektur. Der BMW Driving Stack verbindet fahrrelevante Hardware und Software. Er koordiniert die Systeme, die für Längs- und Querdynamik wichtig sind.
Beim Verbrenner bündelt das Querdynamik-Management alle agilisierenden Funktionen einschließlich des fahrdynamischen Allradantriebs. Lenkung, Bremse, Differenzial, Dämpfung und Momentenverteilung können dadurch enger zusammenarbeiten. Statt einzelner Systeme, die nacheinander korrigieren, soll ein abgestimmter Verbund frühzeitig auf den Fahrzustand reagieren.
Stabilisierungs- und Motorregelungsfunktionen bleiben dabei auf mehrere spezialisierte Steuergeräte verteilt. Der Ansatz unterscheidet sich vom zentralisierten Heart of Joy des Elektro-i3. BMW setzt also nicht dieselbe technische Lösung für jeden Antrieb ein, sondern passt die Architektur an die jeweiligen Stärken an.
Beim vollelektrischen BMW i3 bildet der Zentralcomputer Heart of Joy zusammen mit der BMW Dynamic Performance Control das Zentrum der Fahrdynamik. Das System wurde speziell für die sechste Generation der elektrischen Antriebsarchitektur entwickelt.
Der Verbrenner nutzt einen optimierten Driving Stack, der auf Motor, Getriebe, 48-Volt-System und xDrive zugeschnitten ist. Historisch gewachsene, spezialisierte Steuergeräte bleiben Teil des Verbunds. Das ermöglicht es, bewährte Funktionen weiterzuentwickeln und gleichzeitig eine übergreifende Koordination einzuführen.
| Bereich | Vollelektrischer BMW i3 | BMW 3er mit Verbrennungsmotor |
|---|---|---|
| Antriebsarchitektur | Vollelektrisch, sechste Generation | Vier- oder Sechszylinder mit 48-Volt-System |
| Zentrale Fahrdynamiklösung | Heart of Joy und BMW Dynamic Performance Control | Optimierter intelligenter BMW Driving Stack |
| Regelstrategie | Stark zentralisierte Verarbeitung | Vernetzter Verbund spezialisierter Steuergeräte |
| Gemeinsames Ziel | Präzises und markentypisches Fahrerlebnis | Präzises und markentypisches Fahrerlebnis |
Diese Differenzierung ist technisch plausibler als eine künstliche Gleichmacherei. Elektro- und Verbrennerantrieb stellen unterschiedliche Anforderungen an Momentenaufbau, Rekuperation, Getriebesteuerung und Gewichtsverteilung. Entscheidend ist, ob sich beide Lösungen für den Fahrer geschlossen und natürlich anfühlen.
Fahrdynamik steht im Zentrum der aktuellen Erprobung, doch der neue 3er muss ebenso effizienter werden. Das 48-Volt-Bordnetz unterstützt den Antrieb und ermöglicht die Rückgewinnung von Energie. Wie groß der konkrete Verbrauchsvorteil ausfällt, lässt sich ohne finale WLTP-Werte noch nicht beurteilen.
Weitere Maßnahmen betreffen Aerodynamik, Elektronik und Fahrerunterstützung. Eine aktive Luftklappensteuerung kann Kühlluftöffnungen bedarfsgerecht öffnen und schließen. Werden sie nicht benötigt, lässt sich der Luftwiderstand reduzieren.
Der My Mode Efficient stimmt Fahrzeugfunktionen auf sparsames Fahren ab. Ergänzend gibt der Efficiency Coach vorausschauende Hinweise, die dem Fahrer helfen sollen, Energieverbrauch und Reichweite zu verbessern. Der tatsächliche Effekt hängt stark von Strecke, Fahrstil, Temperatur und Ausstattung ab.
Nicht nur das Exterieur folgt der Neuen Klasse. Im Innenraum kommt das Anzeige- und Bediensystem BMW Panoramic iDrive mit BMW Operating System X zum Einsatz. Es soll Fahrerorientierung und digitale Interaktion neu ordnen.
Für einen BMW 3er ist die Bedienlogik besonders sensibel. Die Baureihe richtet sich traditionell an Fahrer, die wichtige Informationen schnell erfassen und Funktionen möglichst ohne Ablenkung erreichen möchten. Ein modernes digitales Cockpit muss deshalb mehr leisten als eine große Bildschirmfläche.
Wie sich Panoramic iDrive im Serienfahrzeug bedienen lässt, muss ein Praxistest zeigen. Entscheidend werden Ablesbarkeit, Menüstruktur, Direktzugriffe und die Bedienung während der Fahrt sein. Auch die Integration klassischer Fahrzeugfunktionen spielt für langjährige BMW-Fahrer eine große Rolle.
Der BMW 3er steht seit Jahrzehnten für die Verbindung aus alltagstauglicher Limousine und fahrerorientierter Dynamik. Die neue Generation muss diese Rolle in einer Phase behaupten, in der sich Antrieb, Elektronik und Bedienung schneller verändern als je zuvor.
Der M350 xDrive zeigt, dass BMW den Verbrenner nicht nur als Übergangslösung behandelt. Reihensechszylinder, spezifische Fahrwerksverstärkung, M Sportdifferenzial und Drift Moment bilden ein eigenständiges Performance-Paket. Gleichzeitig rückt die Software tiefer in den Mittelpunkt.
Für Puristen ist der vollständig heckgetriebene Drift-Modus besonders interessant. Im normalen Fahrbetrieb bleibt jedoch xDrive die Grundlage. Das Auto verbindet damit mehrere Charaktere: traktionsstarker Allradler, langstreckentaugliche Limousine und auf abgesperrtem Terrain ein heckbetontes Fahrerauto.
Die endgültige Bewertung hängt davon ab, ob Gewicht, Lenkgefühl, Dämpfung und Bremsgefühl die hohen Erwartungen erfüllen. 443 PS und 4,1 Sekunden liefern beeindruckende Zahlen, ersetzen aber nicht die feinen Qualitäten, die einen überzeugenden 3er ausmachen.
Die Sommererprobung liefert einen detaillierten Blick auf Technik und Entwicklungsziele, aber noch kein vollständiges Serien-Datenblatt. Besonders Verbrauch, Abmessungen, Gewicht, Kofferraum und Preise sind für Käufer entscheidend.
Auch die Leistung von 443 PS, die 580 Nm und die Beschleunigung in 4,1 Sekunden sind vorläufig. Änderungen bis zur Serienfreigabe bleiben möglich. Eine belastbare Kaufberatung ist deshalb erst mit Preisen, Ausstattungslisten und final homologierten Werten möglich.
Der Produktionsstart ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen.
Ja. Neben dem vollelektrischen BMW i3 sind neue 3er-Modelle mit Vier- und Sechszylindermotoren geplant.
Die angekündigten Vier- und Sechszylinder werden mit 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie kombiniert.
Der BMW M350 xDrive ist das einzige angekündigte Verbrenner-Modell der neuen 3er-Reihe mit Reihensechszylinder.
Die vorläufige Gesamtleistung aus Verbrennungsmotor und E-Maschine beträgt 326 kW beziehungsweise 443 PS.
Für den Prototyp werden vorläufig 580 Nm angegeben.
Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll 4,1 Sekunden dauern. Auch dieser Wert ist noch vorläufig.
Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 250 km/h angegeben.
Die Funktion leitet die Antriebskraft vollständig an die Hinterräder. Sie arbeitet mit einer M-spezifischen Kupplungsansteuerung und DSC-OFF zusammen.
Die Freischaltung ist im Laufe des Jahres 2027 per Remote Software Upgrade vorgesehen.
Ja. Auch zuvor ausgelieferte Fahrzeuge sollen die Funktion per Remote Software Upgrade erhalten.
Vorn arbeitet eine Doppelgelenk-Federbeinachse, hinten eine Fünflenkerachse. Das Serienfahrwerk nutzt neue hubabhängige Dämpfer. Adaptive Varianten sind optional beziehungsweise beim M350 xDrive serienmäßig.
Optional sind erstmals 245/35 R20 vorn und 275/30 R20 hinten erhältlich.
Der Driving Stack ist ein vernetztes Hardware- und Software-System, das fahrrelevante Funktionen wie Stabilisierung, Bremse, Antrieb und Allradregelung koordiniert.
Nein. Das Heart of Joy wurde für die elektrische Architektur des BMW i3 entwickelt. Die Verbrenner-Modelle erhalten einen eigenen, auf ihre Antriebsart optimierten Driving Stack.
Nein. Finale WLTP-Verbrauchsangaben sind noch nicht verfügbar.
Der neue BMW 3er versucht keinen einfachen Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft. Er übernimmt Design, Cockpit und Softwarearchitektur der Neuen Klasse, behält aber Vier- und Sechszylindermotoren mit 48-Volt-Unterstützung im Programm.
Der BMW M350 xDrive ist das klare Statement dieser Strategie. Vorläufig 443 PS, 580 Nm, 4,1 Sekunden auf 100 km/h und eine umfangreiche M Performance Ausstattung rücken ihn näher an die High-Performance-Welt. Der Drift Moment macht diesen Anspruch besonders sichtbar, auch wenn die Funktion erst 2027 nachgereicht wird und ausschließlich auf einem sicheren, abgesperrten Gelände genutzt werden sollte.
Mindestens ebenso wichtig sind die Änderungen unterhalb der Leistungsdaten: längerer Radstand, breitere Spurweiten, neue Dämpfer, angepasste Lenkung und der intelligente Driving Stack. Ob daraus tatsächlich der präzisere und zugleich komfortablere 3er entsteht, muss die Serienversion beweisen.
Bis dahin gilt: Die technischen Eckdaten klingen vielversprechend, sind aber noch vorläufig. Preise, Gewichte und WLTP-Werte fehlen. Die finale Einordnung folgt erst, wenn der getarnte Prototyp dem serienreifen BMW 3er Platz macht.












