Ein halbes Jahrhundert BMW Art Cars, 20 international renommierte Künstlerinnen und Künstler und ebenso viele Fahrzeuge: Vom 29. Juli bis 31. August 2026 ist die vollständige BMW Art Car Collection erstmals gemeinsam an einem Ort zu sehen. Die kostenfreie Ausstellung in der BMW Welt führt vom aktuellen BMW M Hybrid V8 von Julie Mehretu zurück zum BMW 3.0 CSL, mit dem Alexander Calder 1975 den Ausgangspunkt für eine einzigartige Verbindung aus Motorsport, Design und freier Kunst schuf.
Für BMW-Fans ist die Münchner Schau weit mehr als ein klassischer Museumsbesuch. Sie versammelt Rennwagen und Serienmodelle aus fünf Jahrzehnten, darunter den von Andy Warhol bemalten BMW M1, den BMW M3 GT2 von Jeff Koons und den BMW V12 LMR von Jenny Holzer. Die Fahrzeuge erzählen zugleich von Le Mans, technischen Umbrüchen, wechselnden Kunstströmungen und der Frage, wie ein Automobil zur bewegten Leinwand werden kann.
Als außergewöhnliches Highlight steht Olafur Eliassons BMW H2R Project auf dem Vorplatz Ost. Die rund zwei Tonnen schwere, beleuchtete Eisinstallation wurde seit ihrer Weltpremiere 2007 nur dreimal vollständig öffentlich präsentiert. Digitale Rundgänge, eine Schatzsuche und die Artlas App ergänzen das analoge Erlebnis.
Die Ausstellung „BMW ART CARS - 20 ARTISTS, 50 YEARS OF INNOVATION. REUNITED AT BMW WELT“ bündelt die gesamte Sammlung in München. Bisher waren einzelne Fahrzeuge oder thematisch zusammengestellte Gruppen an verschiedenen Orten zu sehen. Nun reicht ein Rundgang, um die komplette Entwicklung vom ersten bemalten Rennwagen bis zum jüngsten Langstrecken-Prototypen zu erleben.
Das macht die Schau für Automobilfans ebenso interessant wie für Kunstinteressierte. Denn jedes Art Car ist ein Zeitdokument. Die Formen und Farben spiegeln die Handschrift der Kunstschaffenden, während Fahrzeugtechnik, Aerodynamik und Proportionen den jeweiligen Stand ihrer Epoche zeigen. Zwischen einem BMW 3.0 CSL von 1975 und dem BMW M Hybrid V8 von 2024 liegen nicht nur 49 Jahre, sondern grundlegend verschiedene Vorstellungen von Rennsport, Design und digitaler Gestaltung.
Die BMW Welt schafft dafür einen öffentlich zugänglichen Rahmen. Statt die Fahrzeuge auf einen abgeschlossenen Kunstsaal zu reduzieren, begegnen sie dem Publikum an einem Ort, an dem Architektur, Marke, Fahrzeugauslieferung und Kultur ohnehin zusammenkommen. Ergänzend ist im Münchner Stadtraum eine Plakatserie mit farblich codierten Aufnahmen des Automobilfotografen René Staud zu sehen.
| Ausstellung kompakt | Information |
|---|---|
| Titel | BMW ART CARS - 20 ARTISTS, 50 YEARS OF INNOVATION. REUNITED AT BMW WELT |
| Zeitraum | 29. Juli bis 31. August 2026 |
| Ort | BMW Welt, Auditorium, Am Olympiapark 1, 80809 München |
| Öffnungszeiten | Montag bis Sonntag, 09:00 bis 18:00 Uhr |
| Eintritt | Kostenlos |
| Umfang | Alle 20 offiziellen BMW Art Cars |
| Highlight im Außenbereich | Olafur Eliassons BMW H2R Project auf dem Vorplatz Ost |
Die Ausstellung ist vom 29. Juli bis einschließlich 31. August 2026 geöffnet. Besucher finden sie im Auditorium der BMW Welt am Olympiapark 1 in München. Der Eintritt ist frei, sodass sich die Art Cars sowohl als Ziel eines eigenen Tagesausflugs als auch als Ergänzung zu einem Besuch des BMW Museums anbieten.
Geöffnet ist täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr. Für den individuellen Ausstellungsbesuch ist kein Eintrittspreis vorgesehen. Wer eine Führung nutzen möchte, sollte wegen der begrenzten Teilnehmerzahl vorab einen Termin reservieren. Der offizielle Ticketshop der BMW Welt führt die buchbaren Angebote.
Die Lage im Münchner Olympiapark erleichtert die Kombination mit weiteren Zielen. BMW Welt, BMW Museum und der historische Bereich von BMW Group Classic bilden zusammen einen starken Anlaufpunkt für Markenfans. Wer alle 20 Fahrzeuge in Ruhe ansehen, die digitalen Inhalte nutzen und fotografieren möchte, sollte ausreichend Zeit einplanen.
Die Geschichte begann 1975 mit einer Idee des französischen Rennfahrers und Kunstauktionators Hervé Poulain. Gemeinsam mit Jochen Neerpasch, damals Leiter der BMW Motorsportabteilung, gewann er Alexander Calder dafür, einen BMW 3.0 CSL zu gestalten. Das Fahrzeug sollte nicht nur ausgestellt werden, sondern beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans antreten.
Calder übertrug seine charakteristischen Flächen in Rot, Gelb und Blau auf die Karosserie. Der Rennwagen wurde zur rollenden Skulptur, ohne seine Funktion als Wettbewerbsfahrzeug zu verlieren. Genau diese Verbindung legte den Grundstein für die Reihe: Kunst sollte das Auto nicht bloß dekorieren, sondern seine Form, Bewegung und Wirkung neu interpretieren.
Was zunächst als einmaliges Projekt gedacht war, entwickelte schnell eine eigene Dynamik. Frank Stella gestaltete 1976 einen weiteren BMW 3.0 CSL, Roy Lichtenstein folgte 1977 mit einem BMW 320i Turbo und Andy Warhol 1979 mit dem BMW M1. Später kamen Straßenfahrzeuge, Prototypen und weitere Rennwagen hinzu. Die Auswahl der Künstler öffnete sich über Generationen, Kontinente und künstlerische Disziplinen hinweg.
Heute umfasst die offizielle Sammlung 20 Werke. Sie ist weder eine lückenlose Modellchronik noch eine klassische Designstudie. Ihre Stärke liegt im individuellen Blick: Jeder Künstler erhielt den Freiraum, das Automobil aus einer eigenen Perspektive zu behandeln.
Der Rundgang setzt bei der Gegenwart an. Im Eingangsbereich vermittelt eine Videodokumentation den Hintergrund der Sammlung. Danach stehen zunächst die jüngsten Positionen im Mittelpunkt: Julie Mehretus BMW M Hybrid V8 als Art Car #20 und John Baldessaris BMW M6 GTLM als Art Car #19.
Im Auditorium führt ein Zeitstrahl an den Wänden schrittweise in die Vergangenheit. Dadurch lassen sich nicht nur die Fahrzeuge chronologisch einordnen. Sichtbar wird auch, wie sich technische Möglichkeiten, Motorsportreglements und künstlerische Debatten verändert haben. Analoge Malerei trifft auf Fotografie, Text, digitale Erweiterung und raumgreifende Installation.
Das Finale gehört den frühen Werken. Sie stehen auf einem Podest, wobei Alexander Calders BMW 3.0 CSL als Art Car #1 den Ausgangspunkt markiert. Diese umgekehrte Dramaturgie schafft einen interessanten Effekt: Besucher lernen zuerst den heutigen, erweiterten Begriff eines Art Cars kennen und arbeiten sich anschließend zu der scheinbar einfachen, aber radikalen Ursprungsidee zurück.
Die Sammlung reicht vom BMW 3.0 CSL über BMW M1, BMW Z1 und BMW 850 CSi bis zum modernen BMW M Hybrid V8. Besonders auffällig ist der hohe Anteil echter Wettbewerbsfahrzeuge. Zugleich zeigen Modelle wie BMW 635 CSi, BMW 730i oder BMW 525i, dass sich das Konzept nicht auf Rennprototypen beschränkt.
| Nr. | Künstler/in | BMW-Modell | Jahr |
|---|---|---|---|
| 1 | Alexander Calder | BMW 3.0 CSL | 1975 |
| 2 | Frank Stella | BMW 3.0 CSL | 1976 |
| 3 | Roy Lichtenstein | BMW 320i Turbo | 1977 |
| 4 | Andy Warhol | BMW M1 | 1979 |
| 5 | Ernst Fuchs | BMW 635 CSi | 1982 |
| 6 | Robert Rauschenberg | BMW 635 CSi | 1986 |
| 7 | Michael Nelson Jagamara | BMW M3 Group A | 1989 |
| 8 | Ken Done | BMW M3 Group A | 1989 |
| 9 | Matazo Kayama | BMW 535i | 1990 |
| 10 | César Manrique | BMW 730i | 1990 |
| 11 | A.R. Penck | BMW Z1 | 1991 |
| 12 | Esther Mahlangu | BMW 525i | 1991 |
| 13 | Sandro Chia | BMW M3 GTR | 1992 |
| 14 | David Hockney | BMW 850 CSi | 1995 |
| 15 | Jenny Holzer | BMW V12 LMR | 1999 |
| 16 | Olafur Eliasson | BMW H2R | 2007 |
| 17 | Jeff Koons | BMW M3 GT2 | 2010 |
| 18 | Cao Fei | BMW M6 GT3 | 2017 |
| 19 | John Baldessari | BMW M6 GTLM | 2016 |
| 20 | Julie Mehretu | BMW M Hybrid V8 | 2024 |
Die Nummerierung folgt der offiziellen Reihenfolge der Art Cars. Die Jahreszahlen von John Baldessari und Cao Fei wirken auf den ersten Blick vertauscht: Art Car #19 stammt aus dem Jahr 2016, während Art Car #18 2017 vorgestellt wurde. Nummer und Präsentationsjahr bilden deshalb nicht in jedem Fall eine strikt aufsteigende Chronologie.
Der erste BMW Art Car war ein Rennwagen, und dieses Erbe prägt die Sammlung bis heute. Mehrere Fahrzeuge traten in Le Mans oder anderen bedeutenden Wettbewerben an. Kunst wurde dadurch nicht in einem statischen Raum präsentiert, sondern bei Geschwindigkeit, unter Belastung und vor einem internationalen Motorsportpublikum.
Für Künstler eröffnet die Rennkarosserie besondere Möglichkeiten. Linien können Bewegungsrichtung verstärken, Flächen auf aerodynamische Formen reagieren und Farben selbst im Stand Geschwindigkeit suggerieren. Gleichzeitig bleibt jedes Werk an technische Grenzen gebunden: Türen, Lufteinlässe, Scheiben, Startnummern und Sicherheitsanforderungen müssen berücksichtigt werden.
Diese Spannung zwischen freier Idee und funktionalem Objekt unterscheidet ein Art Car von einer gewöhnlichen Lackierung. Besonders deutlich wird sie beim Vergleich verschiedener Epochen. Der kantige BMW 3.0 CSL verlangt eine andere Bildsprache als der keilförmige BMW M1, der breite BMW M3 GT2 oder der komplex geformte BMW M Hybrid V8.
Für viele BMW-Enthusiasten ist der BMW M1 von Andy Warhol das bekannteste Fahrzeug der Reihe. Warhol bemalte den Rennwagen 1979 direkt von Hand. Die sichtbaren Pinselspuren geben der Karosserie eine rohe Dynamik, die deutlich von perfekter Serienlackierung oder präziser Folierung abweicht.
Der M1 verbindet zwei Ikonen: BMWs legendären Mittelmotor-Sportwagen und einen der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Im Kontext der vollständigen Sammlung lässt sich besonders gut erkennen, wie eigenständig Warhols Ansatz blieb. Wo andere Entwürfe mit grafischen Systemen, Zitaten oder digitalen Ebenen arbeiten, setzt dieses Auto auf unmittelbare, körperliche Malerei.
Die Münchner Ausstellung bietet damit die seltene Gelegenheit, den Warhol-M1 nicht isoliert, sondern neben seinen Vorläufern und Nachfolgern zu betrachten. Erst dieser Vergleich zeigt, wie unterschiedlich die Idee der „rollenden Skulptur“ interpretiert werden kann.
Auch der BMW M3 ist mehrfach vertreten. Michael Nelson Jagamara und Ken Done gestalteten 1989 jeweils einen BMW M3 Group A. Beide Werke entstanden im australischen Kontext, wirken jedoch völlig unterschiedlich. Jagamara griff Bildwelten und Erzähltraditionen indigener Kunst auf, während Ken Done mit intensiven Farben und einer energiegeladenen, urbanen Bildsprache arbeitete.
1992 folgte Sandro Chias BMW M3 GTR. Das Fahrzeug trägt Gesichter und Figuren, die den Wagen beinahe selbst zum beobachtenden Wesen machen. Jeff Koons griff 2010 den M3 erneut auf, diesmal als BMW M3 GT2. Seine vielfarbige Komposition zieht sich pfeilförmig über das Auto und übersetzt Beschleunigung in ein explosiv wirkendes Standbild.
Für M3-Fans ergibt sich daraus ein besonderer Vergleich. Grundidee und Modellname bleiben verwandt, doch Karosserie, Renneinsatz und künstlerischer Ausdruck verändern sich grundlegend. Die drei Jahrzehnte zeigen, wie stark sich die M-Ästhetik entwickelt hat, ohne den Bezug zum Motorsport zu verlieren.
Olafur Eliassons BMW H2R Project sprengt das vertraute Bild eines lackierten Art Cars. Als Basis dient der wasserstoffbetriebene BMW H2R Prototyp. Eliasson entfernte dessen ursprüngliche Karosserie und ersetzte sie durch ein netzartiges Geflecht aus reflektierendem Metall. Mehrere Schichten gefrorenen Wassers umschließen die Struktur.
Die von innen beleuchtete Gesamtinstallation wiegt rund zwei Tonnen. Das Eis verändert nicht nur die Oberfläche, sondern auch Volumen, Temperatur und Wahrnehmung des Fahrzeugs. Technik erscheint zugleich futuristisch und verletzlich. Der BMW H2R wird zum Ausgangspunkt für Fragen nach Energie, Ressourcen und dem Verhältnis zwischen Mobilität und Umwelt.
Auf dem Vorplatz Ost der BMW Welt ist das Werk erst zum vierten Mal seit seiner Weltpremiere 2007 als vollständige „eingefrorene“ Installation öffentlich zu sehen. Damit besitzt die Ausstellung neben der erstmaligen Zusammenführung aller 20 Art Cars ein zweites Alleinstellungsmerkmal.
Mit dem BMW M Hybrid V8 von Julie Mehretu erreicht die Sammlung die Gegenwart des Langstreckensports. Die Künstlerin übertrug Motive aus ihrer großformatigen Malerei auf die komplexe Karosserie des Hybrid-Rennwagens. Farbe, verwischte Formen und vielschichtige Linien lassen das Fahrzeug bereits im Stand in Bewegung erscheinen.
Das Projekt endet nicht an der Außenhaut des Autos. Gemeinsam mit der Filmproduzentin und Autorin Mehret Mandefro gründete Mehretu das African Film and Media Arts Collective, kurz AFMAC. Die Initiative unterstützt Kunst- und Filmschaffende aus Afrika und der Diaspora. Eine erste große Ausstellung ist für Dezember 2026 im Zeitz MOCAA in Kapstadt vorgesehen.
Damit verändert sich auch die Reichweite eines BMW Art Cars. Das Fahrzeug bleibt das sichtbare Zentrum, wird aber Teil eines kulturellen Netzwerks, das Ausbildung, Film und neue Perspektiven einbindet. Dieser erweiterte Ansatz erklärt, warum der Rundgang gerade mit Art Car #20 beginnt.
Die BMW Welt verbindet die physische Ausstellung mit zwei digitalen Angeboten. Bei der Treasure Hunt scannen Besucher die Art Cars und erschließen sich spielerisch zusätzliche Inhalte. Nach fünf gescannten Fahrzeugen wird ein Gutschein freigeschaltet. Nach der Registrierung lässt er sich vor Ort für eine Erfrischung im Cooper’s Garden einlösen.
Die Artlas App bietet einen personalisierten Zugang zu allen 20 Fahrzeugen. Zum Angebot gehören kompakte Werkvorstellungen, kuratierte Themenrundgänge sowie ausführlichere Texte und Audios. Wer das Smartphone auf ein Auto richtet, kann direkt passende Informationen aufrufen.
Zusätzlich enthält die App einen von Kuratoren geprüften KI-Chat für Fragen rund um die Ausstellung. 25 Sprachen sollen den Zugang für ein internationales Publikum erleichtern. Das Angebot richtet sich nicht nur an Fachleute, sondern auch an Familien, Kinder und Besucher ohne kunsthistorisches Vorwissen.
Die digitalen Elemente sind sinnvoll, wenn sie den Blick auf das Original vertiefen. Gerade bei 20 sehr unterschiedlichen Werken helfen thematische Rundgänge, Bezüge zwischen Künstlern, Fahrzeugen und Jahrzehnten herzustellen. Das Smartphone ersetzt dabei nicht das Objekt, sondern übernimmt die Rolle eines individuell nutzbaren Ausstellungsbegleiters.
Für Einzelbesucher und Kleingruppen finden täglich kurze Führungen auf Deutsch und Englisch statt. Bis einschließlich 14. August beginnt die deutschsprachige Führung um 13:00 Uhr, die englischsprachige um 14:30 Uhr. Ab 15. August startet die deutsche Führung bereits um 12:00 Uhr; der englische Termin bleibt bei 14:30 Uhr.
| Zeitraum | Deutsch | Englisch |
|---|---|---|
| 29. Juli bis 14. August 2026 | 13:00 Uhr | 14:30 Uhr |
| 15. bis 31. August 2026 | 12:00 Uhr | 14:30 Uhr |
Eine Kurzführung dauert ungefähr 30 Minuten und ist auf maximal 15 Personen begrenzt. Exklusive Sonderführungen können separat angefragt werden. Die geführte Einführung ist vor allem für Besucher hilfreich, die Zusammenhänge verstehen möchten und anschließend selbstständig zu einzelnen Favoriten zurückkehren wollen.
Im Lifestyle & Accessory Shop der BMW Welt ist zudem die neu aufgelegte Publikation „BMW Art Cars“ aus dem Hatje Cantz Verlag erhältlich. Während der Ausstellungsdauer werden außerdem Miniaturen im Maßstab 1:43 von Alexander Calders und Roy Lichtensteins Art Cars angeboten. Ausgewählte Stücke der Art Car Capsule Collection von Cao Fei sind letztmalig verfügbar, solange der Bestand reicht.
Die Zusammenführung in der BMW Welt beendet eine außergewöhnliche Weltreise. Seit März 2025 war die Sammlung auf fünf Kontinenten unterwegs. Mehr als 45 Stationen in über 30 Ländern erreichten zusammen mehr als zwei Millionen Besucher.
Die Route verband Kunstmessen, Museen, Motorsportveranstaltungen und klassische Automobil-Events. Zu den Stationen gehörten unter anderem Art Basel Hong Kong, Art Dubai, Auto Shanghai, die 24 Stunden von Le Mans, Le Mans Classic, das Louwman Museum in Den Haag, Pebble Beach, Contemporary Istanbul, der Zoute Grand Prix, das ADI Design Museum in Mailand und die Rétromobile in Paris.
Gerade diese Mischung entspricht dem Charakter der Sammlung. Die Fahrzeuge gehören weder ausschließlich in den Kunstbetrieb noch ausschließlich ins Fahrerlager. Sie funktionieren in beiden Welten und sprechen entsprechend unterschiedliche Publikumsgruppen an. Mit der vollständigen Präsentation in München kehrt die Tour nun an den Stammsitz der Marke zurück.
Automobilhersteller arbeiten regelmäßig mit Künstlern zusammen. Die BMW Art Car Collection unterscheidet sich jedoch durch ihre Dauer, ihre internationale Besetzung und die konsequente Freiheit der einzelnen Positionen. Seit 1975 entstand kein einheitlicher Markenlook. Gerade die Widersprüche zwischen den Werken machen die Reihe lebendig.
Manche Art Cars greifen die Geschwindigkeit des Fahrzeugs auf, andere stellen seine Technik infrage oder erweitern es um digitale und gesellschaftliche Ebenen. Ein BMW 635 CSi kann zur fotografischen Bildfläche werden, ein BMW Z1 zum Träger zeichenhafter Figuren und ein BMW H2R zur raumfüllenden Eisinstallation.
Zugleich dokumentiert die Sammlung ein Stück BMW-Modellgeschichte. Besucher sehen Tourenwagen, Sportwagen, Oberklasselimousinen und Langstreckenprototypen in einer Gegenüberstellung, die in einer gewöhnlichen Baureihen-Ausstellung kaum entstehen würde. Kunst verändert den Blick auf bekannte Proportionen und technische Lösungen.
Der besondere Reiz liegt deshalb nicht darin, einen objektiv „schönsten“ Entwurf zu bestimmen. Die Schau lädt vielmehr zum Vergleich ein: Welche Arbeit reagiert am stärksten auf die Fahrzeugform? Wo bleibt das Auto klar erkennbar? Welches Werk verändert seine Wirkung aus verschiedenen Perspektiven? Genau solche Fragen machen den Rundgang auch für Besucher spannend, die sich bisher stärker für Motoren als für Museen interessiert haben.
Die vollständige Sammlung ist vom 29. Juli bis 31. August 2026 in der BMW Welt ausgestellt.
Hauptort ist das Auditorium der BMW Welt, Am Olympiapark 1, 80809 München. Olafur Eliassons BMW H2R Project steht auf dem Vorplatz Ost.
Ja, der Eintritt in die Ausstellung ist frei.
Die BMW Welt ist im Ausstellungszeitraum montags bis sonntags von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
Ja. Die Ausstellung vereint erstmals alle 20 Fahrzeuge der offiziellen BMW Art Car Collection an einem Ort.
Alexander Calder gestaltete 1975 einen BMW 3.0 CSL. Das Fahrzeug trat beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans an und begründete die Sammlung.
Art Car #20 ist der BMW M Hybrid V8 von Julie Mehretu aus dem Jahr 2024.
Ja. Der von Andy Warhol 1979 bemalte BMW M1 gehört als Art Car #4 zur Ausstellung.
Zu sehen sind zwei BMW M3 Group A von Michael Nelson Jagamara und Ken Done, der BMW M3 GTR von Sandro Chia sowie der BMW M3 GT2 von Jeff Koons.
Olafur Eliasson verwandelte den BMW-H2R-Wasserstoffprototypen in eine beleuchtete Installation aus Metall und gefrorenem Wasser. Die Konstruktion wiegt rund zwei Tonnen.
Ja. Täglich werden etwa 30-minütige Kurzführungen auf Deutsch und Englisch angeboten. Pro Termin können maximal 15 Personen teilnehmen.
Sie enthält Werkvorstellungen, Themenrundgänge, Texte, Audios und einen kuratierten KI-Chat. Die Inhalte sind in 25 Sprachen verfügbar.
Besucher scannen Art Cars und entdecken zusätzliche Inhalte. Nach fünf gescannten Fahrzeugen wird ein Gutschein für eine Erfrischung im Cooper’s Garden freigeschaltet, der nach Registrierung vor Ort eingelöst werden kann.
Die vollständige BMW Art Car Collection in der BMW Welt ist eine seltene Gelegenheit, fünf Jahrzehnte Marken-, Motorsport- und Kunstgeschichte in einem einzigen Rundgang zu erleben. Bekannte Ikonen wie Andy Warhols BMW M1 stehen neben weniger häufig gezeigten Fahrzeugen und dem aktuellen BMW M Hybrid V8 von Julie Mehretu.
Besonders das BMW H2R Project von Olafur Eliasson hebt die Ausstellung über eine reine Fahrzeugschau hinaus. Seine aufwendige Eisinstallation zeigt, wie weit sich das Konzept eines Art Cars von Farbe und Karosserie entfernen kann. Gleichzeitig machen kostenfreier Eintritt, tägliche Öffnungszeiten und digitale Begleiter die Ausstellung niedrigschwellig zugänglich.
Wer BMW-Design, klassische Rennwagen oder moderne Kunst schätzt, sollte den Zeitraum vom 29. Juli bis 31. August 2026 vormerken. Eine vergleichbar vollständige Gegenüberstellung aller 20 Art Cars hat es bisher nicht gegeben.















