Magazin erstellt am 18.06.2026 um 08:29:17 [ voriger | nächster ]

BMW M Concept Neue Klasse: Elektro-M3 mit 4 Motoren

BMW-News-Blog: BMW M Concept Neue Klasse: Elektro-M3 mit 4 Motoren
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BMW M Concept Neue Klasse: Der Elektro-M3 wird brutal - Le-Mans-Premiere, vier Elektromotoren, Heart of Joy und über 100 kWh im Detail

Mit dem BMW M Concept Neue Klasse zeigt BMW M endlich nicht mehr nur Teaser, Tarnträger und Technikversprechen, sondern ein Showcar, das sehr konkret verrät, wohin die Reise beim elektrischen BMW M3 geht. Die Weltpremiere bei den 24 Stunden von Le Mans war kein beiläufiger Messeauftritt, sondern ein bewusst gewähltes Statement: BMW will seine M-DNA nicht in Watte packen, sondern mit maximalem Selbstbewusstsein in die vollelektrische Zukunft tragen. Das Konzeptfahrzeug schlägt die Brücke zwischen Motorsport, Historie und neuer Elektro-Architektur - und genau deshalb sorgt es schon jetzt für Diskussionen zwischen Puristen, Technikfans und M-Enthusiasten.

Denn dieses Auto versucht gar nicht erst, nett oder gefällig zu wirken. Es will provozieren, polarisieren und gleichzeitig beweisen, dass ein elektrischer M3 eben nicht wie ein weichgespültes Derivat aussehen muss. Breite Radhäuser, gelbe M-Leuchten, Track Lights, ein massiver Frontsplitter, riesige Luftführungen, Ducktail, freischwebender Diffusor, Monza Red metallic, Zentralverschlussräder und ein extrem fahrerorientiertes Cockpit machen sofort klar: Das hier ist kein Design-Gimmick für die Vitrine, sondern ein sehr ernst gemeinter Ausblick auf die kommende BMW M Neue Klasse. Gleichzeitig bestätigt BMW technische Kerndaten, die es in sich haben: vier Elektromotoren, BMW M eDrive, Heart of Joy, M Dynamic Performance Control, 800-Volt-Technologie und eine Hochvoltbatterie mit mehr als 100 kWh. Wer wissen will, wie nah dieser brachiale Stromer am kommenden Serien-M3 ist, was offiziell bestätigt wurde und was bislang noch Spekulation bleibt, bekommt hier den maximalen Überblick.

Das Wichtigste in 20 Sekunden

  • BMW M Concept Neue Klasse feierte seine Weltpremiere bei den 24 Stunden von Le Mans.
  • Die Studie ist der bislang deutlichste Ausblick auf den kommenden elektrischen BMW M3.
  • BMW bestätigt vier Elektromotoren, BMW M eDrive, Heart of Joy und M Dynamic Performance Control.
  • Die Technik basiert auf der Gen6-Architektur der Neuen Klasse.
  • Bestätigt sind außerdem 800-Volt-Technik und eine Batterie mit mehr als 100 kWh.
  • Design-Highlights sind M Yellow Lights, Track Lights, Trimaran-Front, Ducktail, Diffusor und Monza Red metallic.
  • Der klassische Verbrenner-M3 soll parallel weiter im Programm bleiben, der Elektro-M3 kommt zusätzlich.
  • Ein Marktstart der Serienversion gilt für 2027 als realistisch.
Der erste elektrische BMW M3 bekommt Gesicht: Das M Concept Neue Klasse zeigt, wie radikal BMW M Design, Technik und Motorsport-DNA in die E-Ära übersetzen will

1) Warum Le Mans als Bühne für das BMW M Concept Neue Klasse perfekt gewählt ist

BMW hat die Weltpremiere des M Concept Neue Klasse nicht zufällig auf irgendeine Produktbühne gelegt, sondern bewusst an die Kulisse der 24 Stunden von Le Mans geknüpft. Genau dort, wo Ausdauer, Hochleistung, Aerodynamik, Effizienz und Motorsport-Glaubwürdigkeit aufeinandertreffen, will BMW M zeigen, dass der Schritt in die vollelektrische Zukunft nicht als Stilbruch verstanden werden soll. Die Botschaft ist klar: Auch ohne Reihensechszylinder oder V8 soll ein künftiger M3 sofort als High-Performance-Automobil erkennbar bleiben.

Das passt auch deshalb, weil BMW die Studie selbst als Brücke zwischen Historie und Motorsport beschreibt. Der bekannte M-Leitsatz „Born on the racetrack. Made for the streets.“ steht weiter im Zentrum. Das ist kein beiläufiger Marketing-Satz, sondern die inhaltliche Begründung für dieses Showcar: BMW will beweisen, dass Motorsport-Denken auch mit Elektroantrieb sichtbar, spürbar und technisch plausibel bleiben kann. Genau daraus erklärt sich die aggressive Formensprache, die sichtbare Luftführung, die ungewöhnliche Lichtsignatur, die Naturfaser-Elemente und die hochperformante E-Architektur.

Warum Le Mans für BMW M so gut passt

  • Motorsport-Bühne mit maximaler Symbolkraft
  • Effizienz und Performance stehen dort nicht im Widerspruch
  • GT- und Langstrecken-DNA passt ideal zu M Yellow Lights und Hybrid-V8-Referenzen
  • Der Elektro-M3 wird dadurch nicht als Nebenprojekt, sondern als ernsthafte M-Zukunft inszeniert

2) Exterieur-Design: Sharknose, M Yellow Lights, Track Lights und breite Backen

Schon der erste Blick auf das BMW M Concept Neue Klasse macht klar, dass BMW M beim Design nicht auf leise Evolution setzt. Die Front wird von einer neu interpretierten Sharknose geprägt, bei der Scheinwerfer und Niere optisch zu einer Einheit verschmelzen. Dazu kommen die neuen M Yellow Lights, die laut BMW zum Erkennungszeichen künftiger M-Modelle werden sollen. Diese gelben Leuchtelemente greifen optisch Motive aus dem GT-Rennsport und vom BMW M Hybrid V8 auf - ein Detail, das weit mehr ist als nur ein Effekt für Fotos.

Hinzu kommt eine Front, die maximal technisch wirkt: großer Lufteinlass, markanter Luftauslass in der V-förmigen Fronthaube, Frontsplitter aus Naturfaser, dreidimensionale Track Lights in den äußeren Bereichen und ein Stoßfänger im Trimaran-Stil, der laut BMW die Architektur besonders schneller Segelboote zitiert. Dazu kommen kraftvolle Proportionen, präzise Linien und die muskulöse Schulterpartie mit weit ausgestellten Radhäusern. Gerade diese Kotflügel machen das Auto so speziell, weil sie den Auftritt nicht nur aggressiv, sondern auch sofort M-typisch erscheinen lassen.

Auch das Heck spielt dieses Thema konsequent weiter. Die Track Lights tauchen erneut auf und rahmen das Trimaran-Element oberhalb des freischwebenden Diffusors ein. Dazu kommt ein auffälliger Ducktail-Spoiler, der nicht nur optisch Druck erzeugt, sondern laut BMW den Abtrieb an der Hinterachse erhöhen soll. Der riesige Diffusor ersetzt in der Wahrnehmung jene Präsenz, die bei Verbrenner-M-Modellen früher von Endrohren kam. Genau das ist hier der entscheidende Punkt: BMW versucht nicht, Verbrenner-Optik künstlich zu imitieren, sondern übersetzt die gleiche Härte in eine neue Formensprache.

Designmerkmal Funktion / Wirkung
Sharknose-Front prägnante Präsenz, neue M-Gesichtsform
M Yellow Lights neues Erkennungszeichen, Motorsport-Referenz
Track Lights dreidimensionaler Lichtakzent vorn und hinten
Trimaran-Stoßfänger technischer Look, konstruktive Frontsplitter-Anbindung
Frontsplitter / Diffusor Aerodynamik, Luftführung, High-Performance-Auftritt
Ducktail-Spoiler mehr Abtrieb hinten, starker M-Akzent
breite Radhäuser E30-Anklang, muskulöse Haltung

3) E30-Zitate, Monza Red und Motorsport-Anklänge: Wie viel Tradition steckt drin?

So futuristisch das Auto wirkt, so bewusst spielt BMW mit Rückgriffen auf die eigene M-Historie. Besonders die breiten Radhäuser erinnern an den legendären E30 M3, also jenes Modell, das für viele Fans bis heute als visuelles Urbild des M3 gilt. Natürlich ist das M Concept Neue Klasse viel extremer gezeichnet, breiter, geduckter und dramatischer. Trotzdem ist die Botschaft klar: Auch der künftige elektrische M3 soll nicht als Bruch mit der M-Geschichte gelesen werden, sondern als deren nächste Eskalationsstufe.

Dazu passt auch die Lackierung in Monza Red metallic. Sie gibt dem Showcar jene fast schon alarmierende Präsenz, die man bei einer derart offensiven Studie erwartet. Hinzu kommen rot-blau codierte Zentralverschlussräder, die optisch direkt in Richtung Rennsport denken lassen. Die Außenspiegel tragen ebenfalls klare Motorsport-Anklänge und sind aerodynamisch sowie formal so reduziert, dass sie auf vielen Fotos eher wie Teile eines GT- oder DTM-Fahrzeugs wirken. Genau aus dieser Mischung entsteht die Besonderheit des Autos: Es ist nicht retro, aber es ist sich seiner Herkunft sehr bewusst.

Interessant ist außerdem der konsequente Einsatz von Naturfaser-Elementen. Diese tauchen am Frontsplitter, im Luftauslass der Motorhaube, am Diffusor und sogar in der Dachgrafik auf - dort erstmals auch in veredelter Form mit M-Branding. Das ist mehr als ein Materialexperiment. BMW verknüpft hier Nachhaltigkeit, Leichtbauoptik und Motorsport-Ästhetik. Gerade für ein elektrisches M-Konzept ist das spannend, weil Gewicht, Steifigkeit und Materialwirkung künftig noch stärker zusammengedacht werden müssen.

4) Cockpit und Innenraum: Schalensitze, Nubukleder, Panoramic Vision und Fokus aufs Fahren

Im Innenraum zeigt das BMW M Concept Neue Klasse, wie BMW M ein fahrerorientiertes EV-Cockpit interpretieren will. Das Interieur ist sichtbar reduziert, aber nicht steril. Im Mittelpunkt steht ein Aufbau, der Leistung und Kontrolle betont: vier neu entwickelte Schalensitze, rote Fünf-Punkt-Gurte, schwarzes Nubukleder, ein schwebendes Dashboard in schwarzem Strick und rote Performance-Akzente an zentralen Bedienelementen. Schon im Stand wirkt das Auto damit nicht wie eine luxuriöse Lounge, sondern wie ein sehr bewusst auf den Fahrer zugeschnittenes Gerät.

Die Sitze kombinieren Merino-Leder in Bathurst Blue und Berry Red mit Strukturelementen aus Naturfaser-Verbundwerkstoffen. BMW setzt damit auch im Innenraum das Thema Materialinnovation fort. Erstmals kommt bei BMW M hochwertiges schwarzes Nubukleder am Lenkrad, an den Türverkleidungen und am Überrollbügel zum Einsatz. Das schwebende Dashboard wird von einem M-spezifischen hexagonalen Lichtmuster hinterleuchtet. Zusammen mit den roten Akzenten an M-Gangwahlschalter, Schaltwippen und digitalen Anzeigen entsteht genau jene Inszenierung, die BMW hier offensichtlich anstrebt: technische Kühle plus emotionaler Motorsport-Fokus.

Spannend ist auch die Integration der Neue-Klasse-Anzeigelogik. Statt klassischem Instrumententräger setzt BMW auf ein modernes Anzeige- und Bediensystem mit Panoramic-Vision-Charakter. Das passt zu den bereits bekannten Neue-Klasse-Modellen i3 und iX3, wird hier aber klar in Richtung M geschärft. In der Studie ist vieles bewusst überzeichnet - etwa die Überrollbügel-Idee oder die sehr kompromisslosen Sitzlösungen. Klar ist aber auch: Ein großer Teil der Grundidee dürfte in irgendeiner Form in die Serie einfließen.

Innenraum-Highlights des BMW M Concept Neue Klasse

  • vier neu entwickelte Schalensitze
  • rote Fünf-Punkt-Gurte für maximale Motorsport-Anmutung
  • Merino-Leder in Bathurst Blue und Berry Red
  • Nubukleder am Lenkrad, an Türen und Überrollbügel
  • schwebendes Dashboard mit M-hexagonalem Lichtmuster
  • rote Akzente an M-Bedienelementen und Anzeigen
  • stark fahrerorientierte Layoutlogik statt wohnlicher E-Lounge

5) Video: BMW M Concept Neue Klasse in bewegten Bildern

Video

BMW M Concept Neue Klasse - offizielles Video von BMW M

Das offizielle Video zeigt sehr gut, wie BMW den Charakter der Studie inszeniert: nicht als glattes Elektro-Objekt, sondern als aggressiv gezeichnetes High-Performance-Konzept mit Motorsport-DNA. Besonders auffällig sind dabei die Lichtsignaturen, die breite Spur, die Luftführung an Front und Heck sowie die kompromisslose Haltung auf der Straße. Wer die Wirkung des Showcars jenseits statischer Pressebilder verstehen will, bekommt hier den besten ersten Eindruck.

  • Video-Fokus: Design, Präsenz, Lichtsignatur, Motorsport-Anmutung
  • Wichtig: Konzeptfahrzeug, nicht käuflich erhältlich
  • Einordnung: sehr klarer Vorbote für künftige elektrische BMW-M-Modelle

Video direkt auf YouTube öffnen

6) Technik im Detail: Vier Elektromotoren, Heart of Joy und M Dynamic Performance Control

Während BMW bei der finalen Leistung noch bewusst vage bleibt, ist ein technischer Kern inzwischen offiziell bestätigt: Das BMW M Concept Neue Klasse setzt auf ein BMW M eDrive-Antriebskonzept mit vier Elektromotoren. Genau das ist der vielleicht wichtigste Punkt der gesamten Studie, denn hier geht es nicht einfach um „mehr Leistung“, sondern um eine völlig neue Art, M-Fahrdynamik zu erzeugen. Jeder Motor kann in das radindividuelle Regelkonzept eingebunden werden, wodurch sich Traktion, Agilität, Stabilität und Reaktionsgeschwindigkeit deutlich präziser steuern lassen als bei klassischen Konzepten mit rein mechanischer Momentenverteilung.

Die Steuerung übernimmt die Software BMW M Dynamic Performance Control im Hochleistungsrechner Heart of Joy. Bereits dieser Name macht klar, dass BMW das Thema nicht nur technisch, sondern auch emotional aufladen will. Entscheidend ist aber die Funktion: Antrieb und Bremsanlage werden integriert, radindividuell und hochdynamisch geregelt. BMW spricht von neuen Potenzialen für Fahrdynamik und Fahrsicherheit, von hoher Rekuperationsleistung, optimaler Traktion bis in den Grenzbereich und besonders direktem Ansprechverhalten.

Gerade aus M-Sicht ist das zentral. Denn die Frage vieler Fans lautet nicht bloß, wie viel Leistung der Elektro-M3 bringt, sondern ob er sich noch wie ein echter M anfühlt. BMW beantwortet das mit einer neuen Steuerungsarchitektur statt mit nostalgischem Sound allein. Das Auto soll nicht nur brutal beschleunigen, sondern in Kurven, Lastwechseln, Traktionswechseln und auf der Rennstrecke präzise, schnell und kontrollierbar reagieren. Genau dort entscheidet sich am Ende, ob ein elektrischer M3 wirklich ernst genommen wird.

Technikbaustein Bedeutung
BMW M eDrive M-spezifisches E-Antriebskonzept für High-Performance-Modelle
vier Elektromotoren radnahe, extrem präzise Kraftverteilung und Regelbarkeit
M Dynamic Performance Control zentrale Software für Antrieb und Bremsen
Heart of Joy Hochleistungsrechner als zentrales Steuerhirn
hohe Rekuperation Energierückgewinnung plus dynamische Verzögerungsregelung
optimale Traktion bis in den Grenzbereich entscheidend für M-Fahrgefühl und Rennstreckentauglichkeit

7) 800 Volt und mehr als 100 kWh: Was Batterie und Architektur verraten

BMW bestätigt für das M Concept Neue Klasse eine 800-Volt-Technologie und eine Hochvoltbatterie mit mehr als 100 kWh Energiegehalt. Das ist deshalb wichtig, weil sich daraus bereits viel über den künftigen Anspruch des Fahrzeugs ableiten lässt. Es geht nicht nur um hohe Spitzenleistung, sondern auch um Langstreckentauglichkeit, schnelle Ladefähigkeit und wiederholbare Performance. Genau hier stoßen viele leistungsstarke Elektroautos im Grenzbereich an Grenzen - nicht nur wegen Reichweite, sondern wegen Temperatur, Ladefenstern und Dauerleistung.

BMW betont, dass eine M-spezifisch optimierte Variante der Gen6-Rundzellen eingesetzt wird, die sowohl bei der Energieabgabe an die Elektromotoren als auch beim Laden besonders hohe Leistung ermöglichen soll. Noch interessanter ist aber die strukturelle Einbindung der Batterie: Das Gehäuse ist als Strukturbauteil fest mit Vorder- und Hinterachse verbunden. Das bedeutet, dass der Akku nicht nur Energiespeicher, sondern zugleich tragendes und fahrdynamisch relevantes Element ist. Genau dieser Ansatz kann bei Steifigkeit, Gewichtspfad und Reaktionsschärfe einen spürbaren Unterschied machen.

Die gesamte Technik basiert auf der Gen6-Architektur der Neuen Klasse. Damit wird klar, dass der elektrische M3 nicht irgendein späteres Derivat auf alter Basis wird, sondern von Beginn an auf die neue BMW-Elektroplattform einzahlt. Für die Marke ist das enorm wichtig: Der kommende Elektro-M3 soll nicht wie ein Kompromiss wirken, sondern wie ein Kernprodukt der neuen BMW-M-Generation.

8) Sound, Gewicht, Leistung und Serie: Was feststeht - und was noch offen ist

Trotz aller offiziellen Details bleiben beim BMW M Concept Neue Klasse noch einige der spannendsten Fragen offen. BMW hat bislang keine finale Leistungszahl für das spätere Serienfahrzeug genannt. In mehreren Medien und in der Gerüchteküche kursieren Werte von über 1.000 PS, teils sogar noch deutlich darüber. Offiziell bestätigt ist das derzeit aber nicht. Sicher ist nur: Mit vier Elektromotoren und M-spezifischer Steuerungslogik zielt BMW klar auf ein Leistungsniveau, das die bisherigen M3-Generationen deutlich übertreffen dürfte.

Auch beim Gewicht schweigt BMW noch. Das ist kein kleines Detail, sondern ein ganz zentraler Punkt. Denn so spektakulär die Technik klingt - am Ende wird gerade im M-Lager genau geschaut werden, wie leichtfüßig, präzise und emotional sich das Auto tatsächlich bewegen lässt. BMW versucht dem Thema mit Naturfaser-Materialien, Strukturintegration der Batterie und einer radikalen Steuerungsarchitektur zu begegnen. Trotzdem bleibt offen, wo die Serienversion am Ende landet.

Ebenfalls spannend ist der Sound. Mehrere Eindrücke aus ersten Vorführungen und begleitenden Medienberichten zeigen, dass BMW hier noch nicht am Ziel ist. Der aktuelle künstliche Klang wird teils als zu synthetisch, zu dünn oder zu wenig M-typisch beschrieben. BMW hat allerdings selbst klar signalisiert, dass an einer emotionaleren Lösung gearbeitet wird. Das ist auch notwendig, denn Sound mag technisch nicht mehr dieselbe Rolle spielen wie früher - emotional ist er für ein M-Auto aber weiterhin Teil der Gesamtinszenierung.

Was beim Elektro-M3 noch nicht final feststeht

  • exakte Serienleistung
  • Leergewicht und Gewichtsverteilung
  • Serienumfang der radikalen Designdetails
  • endgültige Soundlösung
  • wie viel Studie tatsächlich in die Serie hinübergerettet wird

9) Wird das wirklich der neue Elektro-M3?

Die kurze Antwort lautet: Sehr wahrscheinlich ja - zumindest inhaltlich und technisch. BMW spricht beim M Concept Neue Klasse zwar weiterhin von einem Konzeptfahrzeug und nicht offiziell vom finalen M3 Elektro. Gleichzeitig ist die Stoßrichtung so eindeutig, dass an der grundsätzlichen Einordnung kaum Zweifel bestehen. Mehrere Fachmedien ordnen die Studie klar als konkreten Ausblick auf den kommenden elektrischen BMW M3 ein, teils mit der internen Nähe zum neuen i3 der Neuen Klasse. Auch BMW selbst beschreibt das Fahrzeug als klares Zeichen für die vollelektrische Zukunft von BMW M.

Wichtig ist dabei: Der elektrische M3 soll nach aktuellem Stand zusätzlich kommen - nicht als 1:1-Ersatz für den klassischen Verbrenner-M3. Für viele Fans ist genau das die entscheidende Nachricht. BMW trennt also vorerst nicht brutal die Tradition ab, sondern erweitert das Portfolio. Das gibt der M GmbH die Chance, die Elektro-Variante mit maximalem Selbstbewusstsein zu positionieren, ohne die bestehende Fanbasis sofort komplett zu verprellen.

10) Marktstart, Preis, Einordnung und Bedeutung für BMW M

Ein Serienstart des elektrischen BMW M3 wird für 2027 erwartet. Das deckt sich mit der derzeitigen Taktung der Neuen Klasse und mit der Einordnung vieler Branchen- und Automedien. Preislich dürfte das Fahrzeug klar im oberen M-Segment liegen. Mehrere Beobachter gehen von deutlich über 100.000 Euro aus - was angesichts Technik, Batteriegröße, Plattform und Positionierung kaum überraschen würde.

Für BMW M ist das Auto weit mehr als nur ein weiteres Modell. Der kommende Elektro-M3 wird zum Lackmustest dafür, ob sich die legendäre M-Philosophie wirklich glaubwürdig in die E-Ära übertragen lässt. Ein normales Performance-Elektroauto kann BMW bauen - das wird kaum jemand bestreiten. Die eigentliche Herausforderung lautet, ein Auto zu bauen, das sich emotional, fahrdynamisch und kulturell wie ein echter M3 anfühlt. Genau deshalb ist das M Concept Neue Klasse so wichtig: Es soll schon jetzt zeigen, dass BMW dieses Thema nicht defensiv, sondern offensiv spielt.

11) FAQ

Was ist das BMW M Concept Neue Klasse?

Das BMW M Concept Neue Klasse ist ein Konzeptfahrzeug, das die neue Designsprache von BMW M zeigt und als sehr konkreter Ausblick auf kommende vollelektrische High-Performance-Modelle gilt - insbesondere auf den elektrischen BMW M3.

Wo wurde das BMW M Concept Neue Klasse vorgestellt?

Die Weltpremiere fand bei den 24 Stunden von Le Mans statt.

Wie viele Elektromotoren hat das Konzept?

BMW bestätigt ein M-eDrive-Konzept mit vier Elektromotoren.

Welche Batterie-Technik steckt im BMW M Concept Neue Klasse?

Bestätigt sind 800-Volt-Technologie und eine Hochvoltbatterie mit mehr als 100 kWh Energiegehalt.

Was ist das Heart of Joy?

Heart of Joy ist der Hochleistungsrechner, der zusammen mit der BMW M Dynamic Performance Control Antrieb und Bremsanlage zentral und radindividuell steuert.

Kommt der Verbrenner-M3 weiterhin?

Nach derzeitigem Stand ja. Der Elektro-M3 soll zusätzlich zum klassischen M3 angeboten werden.

Wann kommt der elektrische BMW M3?

Ein Marktstart für 2027 gilt aktuell als realistische Zielmarke.

12) Fazit

Fazit

Das BMW M Concept Neue Klasse ist deutlich mehr als eine hübsch überzeichnete Studie. Es ist die bislang klarste Ansage der M GmbH, dass der kommende Elektro-M3 nicht als technokratisches Pflichtprogramm auf die Straße kommen soll, sondern als echtes Statement. Genau deshalb fällt die Formensprache so aggressiv aus, genau deshalb werden Motorsport-Anspielungen so sichtbar gesetzt, und genau deshalb spricht BMW bereits jetzt offen über vier Elektromotoren, Heart of Joy, M Dynamic Performance Control, 800-Volt-Architektur und eine Batterie mit mehr als 100 kWh.

Ob die Serienversion am Ende genauso radikal aussieht, ob wirklich vierstellig Leistung anliegt und wie überzeugend Sound, Gewicht und Gesamtcharakter ausfallen, ist heute noch offen. Aber eines steht fest: BMW M versucht hier nicht, die eigene Historie zu verwalten, sondern sie in eine neue Epoche zu überführen. Wenn die Serienfassung fahrdynamisch hält, was Konzept, Technik und Inszenierung versprechen, dann könnte der erste elektrische M3 nicht nur das stärkste, sondern auch eines der wichtigsten M-Modelle überhaupt werden.

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Autor: Chris_W. [ voriger | nächster ]