Magazinerstellt am 23.12.2025 um 17:02:54
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BMW Werk München bereitet sich auf die Neue Klasse vor
Das BMW Group Werk München steht vor einem entscheidenden Entwicklungsschritt. Nach umfangreichen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen wurden die Funktionstests der neuen Produktionsanlagen erfolgreich abgeschlossen. Damit ist der traditionsreiche Standort technisch bereit für die nächste Fahrzeuggeneration der BMW Group - die Neue Klasse.
Neue Produktionsanlagen erfolgreich getestet
Im neuen Karosseriebau sowie in der neu errichteten Montage wurden sämtliche Anlagen installiert und in einem umfassenden Funktionstest geprüft. In diesem Testlauf wurden alle Produktionsschritte vollständig simuliert, allerdings ohne reale Bauteile. Takt für Takt lief ein virtueller Produktionsprozess ab, bei dem sichergestellt wurde, dass alle Systeme präzise zusammenspielen.
Das Ergebnis dieser sogenannten Trockenläufe: Die Anlagen arbeiten wie vorgesehen und erfüllen die Anforderungen für den späteren Serienbetrieb.
Serienstart des neuen BMW i3 ab 2026 geplant
Mit Abschluss der Funktionstests rückt der Produktionsanlauf des neuen BMW i3 näher. Die Serienfertigung des Modells ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Bis dahin folgen weitere Erprobungsphasen, darunter der Aufbau von Vorserienfahrzeugen direkt im Werk München.
Ein wichtiger Zwischenschritt ist die Verlagerung der bislang extern aufgebauten i3-Montage vollständig in das Werk. Damit sind künftig alle Produktionsbereiche - vom Presswerk bis zur Endmontage - an einem Standort vereint.
iFACTORY: digital geplant, virtuell getestet
Das Werk München wurde konsequent nach den Prinzipien der BMW iFACTORY weiterentwickelt. Neue Gebäude und Anlagen entstanden von Beginn an auf Basis digitaler Planung. Auch bestehende Bereiche wie Presswerk und Lackiererei wurden in eine virtuelle Fabrikumgebung integriert.
Diese virtuelle Abbildung des gesamten Werks ermöglichte es, Prozesse und Abläufe bereits lange vor der realen Inbetriebnahme zu testen, anzupassen und zu optimieren. Dadurch lassen sich Fehler frühzeitig erkennen und Anlaufzeiten deutlich verkürzen.
Umbau bei laufender Produktion
Besonders anspruchsvoll war der Umbau, da er parallel zur laufenden Fahrzeugproduktion erfolgte. Während der Bauarbeiten verließen weiterhin täglich bis zu 1.000 Fahrzeuge der BMW 3er und 4er Reihe das Werk.
Innerhalb von rund 18 Monaten wurde etwa ein Drittel der Werksfläche neu strukturiert. Alte Hallen wurden zurückgebaut, neue Gebäude für Montage, Logistik und Karosseriebau errichtet. Der Umbau erfolgte schrittweise, um die bestehende Serienfertigung nicht zu beeinträchtigen.
Vorbereitung der Belegschaft auf neue Technologien
Parallel zur technischen Umrüstung werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt auf die Anforderungen der Neuen Klasse vorbereitet. Schulungen für neue Anlagen, digitale Prozesse und veränderte Arbeitsabläufe laufen bereits.
Damit stellt BMW sicher, dass Know-how und Erfahrung aus der bisherigen Fahrzeugproduktion mit den neuen Technologien der kommenden Fahrzeuggeneration zusammengeführt werden.
Werk München als Schlüsselstandort der Neuen Klasse
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Funktionstests nimmt das Werk München eine zentrale Rolle im Produktionsnetzwerk der BMW Group ein. Der Standort verbindet jahrzehntelange Erfahrung in der Fahrzeugfertigung mit modernen, digital gesteuerten Produktionssystemen.
Die Neue Klasse markiert dabei nicht nur einen Modellwechsel, sondern einen grundlegenden Technologiesprung - in der Produktion ebenso wie bei den Fahrzeugen selbst. Das Werk München bildet dafür eine der wichtigsten industriellen Grundlagen.
Ausblick
Bis zum Start der Serienproduktion des neuen BMW i3 folgen weitere Testläufe und Optimierungen. Mit der jetzt erreichten technischen Bereitschaft ist der Grundstein gelegt, um die Neue Klasse ab 2026 effizient, hochwertig und in großer Stückzahl zu fertigen.