Magazin erstellt am 07.02.2022 um 16:50:54 [ voriger | nächster ]

Welchen Versicherungsschutz braucht man für Pedelecs?

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Welchen Versicherungsschutz braucht man für Pedelecs?

Der Markt an E-Bikes bzw. so genannten Pedelecs boomt und immer mehr Menschen nutzen die elektrifizierten Fahrräder nicht nur für Sport und Freizeit, sondern auch zum Pendeln oder als Mobilitätslösung im Alltag. Doch wenn man ein Pedelec kaufen möchte, sollte man sich auch rechtzeitig um den notwendigen Versicherungsschutz kümmern. Doch welchen Versicherungsschutz braucht man für Pedelecs?

Pedelecs: Was ist das überhaupt?

Bevor man sich über den notwendigen Versicherungsschutz Gedanken macht, muss zunächst geklärt werden, was ein Pedelec überhaupt ist. Der Begriff Pedelec leitet sich vom englischsprachigen Begriff Pedal Electric Cycle ab. Darunter versteht man ein Fahrrad mit elektrischem Antrieb, welches also nicht nur mit reiner Muskelkraft, sondern zusätzlich durch einen unterstützenden Elektromotor betrieben wird. Damit ein Pedelec als solches klassifiziert werden kann, darf sich der Elektromotor nur dann zuschalten, wenn der Nutzer in die Pedale tritt. Außerdem darf die Motorleistung nicht höher als 250 Watt betragen und die elektrische Motorunterstützung darf lediglich bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h aktiviert sein. Ohne Pedalieren ist die Motorunterstützung nur bis 6 km/h erlaubt - dann spricht man auch von einer Anfahr- oder Schiebehilfe.

Was sind die Regeln, um ein Pedelec fahren zu dürfen?

Da Pedelecs klassischen Fahrrädern gleichgestellt sind, besteht auch beim Fahren eines Pedelecs keine Helmpflicht. Zu eigenen Sicherheit sollte man aber auch bei der Benutzung eines Pedelecs unbedingt einen Helm tragen. Außerdem muss man Radwege benutzen und ein Mindestalter gibt es nicht. Für ein einfaches Pedelec benötigt man auch keine spezielle Fahrerlebnis und auch keine Mofa-Prüfbescheinigung. Eine gesonderte Zulassung oder eine Versicherung gibt es für ein Pedelec, das verkehrsrechtlich dem Fahrrad gleichgestellt ist, ebenfalls nicht.

Das S-Pedelec: Rechtlich kein Fahrrad, sondern ein Leichtkraftrad

Neben dem einfachen Pedelec gibt es auch noch so genannte S-Pedelecs. Diese verfügen über eine elektrische Motorunterstützung bis 45 km/h und können eine deutlich höhere Motorleistung aufweisen. Nach deutschem Verkehrsrecht werden S-Pedelecs daher als so genannte Kleinkrafträder bzw. Leichtkrafträder mit geringer Leistung klassifiziert. Daher benötigt man für ein S-Pedelec nicht nur eine entsprechende Zulassung, sondern auch einen gültigen Führerschein der Klasse AM. Neben einer Betriebserlaubnis - also den Fahrzeugpapieren - benötigt man auch eine Haftpflichtversicherung sowie ein entsprechendes Versicherungskennzeichen. Außerdem gibt es für die Benutzung von S-Pedelecs mit elektrischer Motorunterstützung bis 45 km/h ein Mindestalter von 16 Jahren und man darf keine Radwege benutzen. Noch restriktiver sind die Voraussetzungen für die Benutzung eines E-Bikes im engeren Sinne - also ein Fahrrad, welches sich auch ohne Tretunterstützung bzw. Muskelkraft fortbewegen kann. Bei derartigen Kleinkrafträdern benötigt man nämlich unter anderem mindestens einen Mofa-Führerschein.

Wie muss man E-Fahrräder bzw. Pedelecs versichern?

Wie schon beschrieben, benötigt man für zulassungspflichtige S-Pedelecs und E-Bikes eine entsprechende Kfz-Haftpflichtversicherung. Diese kommt für solche Schäden auf, die man im Straßenverkehr anderen Verkehrsteilnehmern zufügt. Dazu zählen nicht nur Personen-, sondern auch Sach- und Vermögensschäden. Als Nachweis für den Versicherungsschutz eines S-Pedelecs dient das Versicherungskennzeichen, welches man direkt vom Versicherer erhält. Während die Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben ist, kann man sich optional auch noch für eine Pedelec-Kaskoversicherung entscheiden. Diese deckt dann auch den Diebstahl und Schäden am eigenen Pedelec ab und ist die ideale Ergänzung, wenn es sich um ein besonders kostspieliges Pedelec handelt.

E-Bike-Versicherung: Tarife, Anbieter und Inhalte

Wer viel Geld in ein Pedelec investiert und häufig mit einem elektrifizierten Fahrrad unterwegs ist, sollte sich für eine optionale E-Bike-Versicherung wie hier entscheiden. Diese bietet auch Schutz bei Unfällen, Crashs und Diebstahl. Aber auch Brand, Explosion oder Naturgewalten wie Sturm, Hagel und Blitzschlag werden in aller Regel von einer Pedelec-Versicherung abgedeckt. Beim Abschluss einer solchen Versicherung sollte man darauf achten, dass die Inhalte ideal auf die Bedürfnisse eines Pedelecs zugeschnitten sind. So sollten wichtige Komponenten wie Rahmen, Akku und Motor abgedeckt sein. Im Schadensfall kann man sich so darauf verlassen, dass die Reparatur- oder Ersatzkosten vom Versicherer übernommen werden. Anbieter wie helden.de, hepster, Getsafe oder Wertgarantie und die Ammerländer Versicherung haben sich im Bereich der E-Bike-Versicherungen etabliert und bieten Tarife - abhängig vom Kaufpreis des Rads - für etwa 50,- bis 200,- Euro pro Jahr an. Je nach Versicherer und Tarif variieren die Preise auch im Hinblick auf die gewählte Selbstbeteiligung oder Zusatzleistungen wie Schutzbriefe und Pannenservice.



 
Autor: Chris_W. [ voriger | nächster ]