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Beitrag von: gasdriver320 Date: 07.01.2026 Thema: Ventildeckeldichtung schon nach 5.000 km undicht ---------------------------------------------------------- Hallo zusammen, es geht um einen 320i (M54, 2,2 Liter mit Automatikgetriebe). Vor ca. 1 Jahr (ca. 5.000 km) habe ich die Ventildeckeldichtung in einer freien Werkstatt erneuern lassen. Es gab damals die typischen Symptome (Geruch nach verbranntem Öl, Ölflecke am Boden, Öl auf dem Hitzeschutzblech über dem Krümmer). Die Dichtung war ca. 12 Jahre alt bzw. etwa 150.000 km, also normaler Verschleiß. Die Ersatzdichtung (Marke „Elring“, neu und original verpackt in der Vakuumverpackung) hatte ich zur Werkstatt mitgebracht, ebenso die 15 Dichtringe für die Ventildeckel-Schrauben. Kürzlich, nach gerade einmal etwa 5.000 km und ca. 1 Jahr nach Einbau der VDD, musste ich erneuten Geruch nach verbranntem Öl sowie Ölflecke auf dem Boden feststellen. Es war auch deutlich Öl im Bereich der Ventildeckel-Schraube vorn rechts (wenn man vorm KFZ steht) zu sehen, also in dem Bereich wo sich der Anschluss der KGE befindet. Was mich gewundert hat ist, dass auf den Hitzeschutzblechen über dem Krümmer diesmal kein Öl vorzufinden war, aber es trotzdem nach verbranntem Öl durch die Lüftung riecht. Die KGE scheint einwandfrei zu funktionieren. Bei abgenommenem Öl-Einfülldeckel war kein Überdruck oder Geräusche festzustellen sondern ein leichter Unterdruck so wie es sein soll. Die KGE wurde bereits vor ein paar Jahren durch eine in Kaltland-Ausführung (mit Isolierung) ersetzt. Der Motor startet einwandfei, auch während der Fahrt sind keine Auffälligkeiten festzustellen. Nur hin und wieder leichte Drehzahlschwankungen im Stand. Woran kann es liegen, dass die VDD nach so kurzer Zeit schon wieder undicht ist? Und warum steht Öl auf der Ventildeckel-Schraube vorn rechts? Hat das jemand von euch schon gehabt und kann was zur Ursache sagen? Meine Vermutung geht ja in Richtung fehlerhaften Einbaus bzw. sogar eines verzogenen Ventildeckels durch zu festes Anziehen der Schrauben, aber hätte dann die Undichtigkeit nicht schon viel zeitiger auftreten müssen? Und warum riecht es nach verbranntem Öl, wenn auf dem Hitzeschutzblech kein Öl vorzufinden ist? Ich war zumindest jetzt in der Werkstatt und habe den Inhaber gebeten da im Rahmen der Gewährleistung nachzubessern. Dieser wurde direkt pampig und meinte, dass es an der mitgebrachten VDD liegen würde. Ohne auch nur einen Blick drauf zu werfen hieß es direkt, dass ich den Fall gern vor Gericht austragen könne. Nicht gerade die feine Art gegenüber dem Kunden mit Gewährleistungsanspruch zumal ja innerhalb der ersten 12 Monate die Werkstatt beweispflichtig ist, dass kein Einbaufehler vorliegt. Auf meinen Einwand, dass eine neue VDD eigentlich 100-150.000 km halten sollte meinte der Werkstattinhaber, dass er auch schon Ventildeckeldichtungen hatte, die nach weniger als 5.000 km nach Einbau schon undicht geworden wären. Er wollte sich der Sache nun annehmen, meinte aber direkt, dass er die Arbeitsleistung in Rechnung stellen würde weil es nach seiner Ansicht an der mitgebrachten VDD liegt und nicht an seiner Montage. Er wollte da wohl mit einem speziellen Silikon nachdichten (ist das fachgerecht?). Wie würdet ihr hier weiter vorgehen? Kann es tatsächlich sein, dass eine neue (!) und originalverpackte VDD von einem namenhaften Hersteller nach so kurzer Zeit undicht wird? Kleine Anmerkung: ich habe das KFZ nach Erneuerung der VDD öfter mal als Zugfahrzeug eines 1,5 t schweren Wohnwagens auf Langstrecke genutzt, der Motor hatte demnach also öfter mal höhere Drehzahlen auf der Autobahn bzw. bei Steigungen gesehen. Darüber hinaus, also ohne Wohnwagenbetrieb, war das KFZ eher im Kurzstreckeneinsatz unterwegs. Es ist zudem seit 2007 eine Vialle-Autogas-Anlage verbaut, die jedoch keine Probleme bereitet. Diese Info nur als Zusatz, aber ich gehe mal nicht davon aus, dass das Auswirkungen auf die Lebensdauer der VDD hat, zumal die vorherige Dichtung ja auch 12 Jahre/ 150Tkm gehalten hat. Letzter Ölwechsel war ca. 6 Monate nach Einbau der VDD mit 5W40. Vielen Dank für hilfreiche Antworten E46 320i-Touring seit 12/2007 mit Vialle LPI Autogasanlage |
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Autor: turbovxr Datum: 08.01.2026 Antwort: ---------------------------------------------------------- Da bleibt ja nicht viel übrig wenn die VDD nach 5tkm bereits wieder undicht wird...entweder hat die Dichtung eine schlechte Qualität oder hat einen defekt, sie wurde falsch verbaut, oder dein Ventildeckel kann nicht gerade aufliegen weil etwas entweder irgendwas nicht ganz gerade ist oder noch Reste der alten Dichtung drauf sind oder dein Ventildeckel ist verzogen. Kann man leider alles vorm Bildschirm bei einer Ferndiagnose nicht beurteilen und muss vor Ort bei deinem Fahrzeug geprüft werden. |
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Autor: gasdriver320 Datum: 09.01.2026 Antwort: ---------------------------------------------------------- danke für deine Einschätzung. Aber hätte bei einer defekten Dichtung, verzogenem Ventildeckel oder Dichtung, die nicht richtig aufliegt, die Undichtigkeit nicht zeitnah nach Einbau auftreten müssen? Mich irritiert, dass das erst jetzt nach 1 Jahr/ 5Tkm der Fall ist. Bearbeitet von: gasdriver320 am 09.01.2026 um 11:11:25 E46 320i-Touring seit 12/2007 mit Vialle LPI Autogasanlage |
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Autor: Cyronic Angel Datum: 19.01.2026 Antwort: ---------------------------------------------------------- Moin, Elring ist ein namhafter Hersteller von Dichtungen aller Art. Genauso wie Reinz. Das sollte der wohl wissen. Bei einem verzogenen Deckel hätte das tatsächlich zeitnah wieder zu siffen anfangen müssen. Du schreibst am KGE Schlauch, der ja nun egal bei welchem 6-Zyl auf der linken Fahrzeugseite auf der erhöhten Motorseite liegt, die in der Regel nie plört weil die Schwerkraft die tiefere Stelle bevorzugt... eben wie beschrieben vor dem Wechsel mit verschmierten Krümmerblechen etc. Wenn es also auf der Schraube steht, welche ja nun nochmals höher steht als die Hauptdichtung selbst, waren die entweder zu faul die Dichtungsringe für die Schraube zu wechseln oder haben den neuen Ring verloren und einen alten genommen oder den Stehbolzen abgerissen und die Schraube drauf geklebt 😂 Ich hätte die einfach mal gelöst und geschaut ob der Gummiring hart ist 🤷♂️🙃 Und wenn man dann mehr in der Hand hat als beabsichtigt haben sie gepfuscht wie beschrieben. Ein verzogener Deckel würde an der Hauptdichtung siffen. Eher unten (BF-Seite) als oben links an der F-Seite. Ölverlust auf der Fahrerseite ist so gut wie immer die Dichtung vom Ölfiltergehäuse oder eben KGE. Und bloss kein Silikon... höchstens an den Übergangsstellen einzelner Motorteile (Kopf/Kettenkasten) oder in den Ecken der Bögen an den Nockenwellen. Den Scheiss aus der Unlaufnut im Deckel wo die Dichtung drinnen sitzt zu kratzen ist ne sche... Arbeit hehe Lg Ein Cabrio ist kein Rennwagen...definitiv nicht...aber manchmal muss das einfach sein :) |
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Autor: Mr.Low Datum: 21.01.2026 Antwort: ---------------------------------------------------------- Wenn ich mich nicht irre, laut BMW muss an den Ecken von den Rundungen an den Nockenwellen zusätzlich mit Dichtmasse gearbeitet werden. Alles was du hast hat irgend wann dich!!! Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln. Ein Auto braucht Liebe! |
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Autor: Cyronic Angel Datum: 05.02.2026 Antwort: ---------------------------------------------------------- Absolut richtig. Bin Berufsschrauber und mache das bei jeder VDD die ich wechsle an den Rundungen für die Nockenwellen :) Vorsicht ist besser als Nachsicht/Reklamationen. LG Ein Cabrio ist kein Rennwagen...definitiv nicht...aber manchmal muss das einfach sein :) |
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