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DougFunnyM16 erstellt am 21.02.2006 um 19:41:31 pn profil link zitat
Ersteller dieses Themas
Mitglied seit: 06.09.2005

Lüdenscheid
Deutschland

8 Beiträge
Hi,

gerade hat mein jemand vonner firma hier aus der nähe angerufen wo ich mich als werkzeugmechaniker beworben hatte. Sie hat dann gefragt ob ich bei denen mal vorbeikommen kann, hat aber nichts vom test oder so gesagt meint ihr ich muss einen machen? Und wenn ja weiss jemand was da so dran kommt?
Weiß-Blau-Fan-Rude erstellt am 21.02.2006 um 20:18:46 pn profil zitat link
Moderator

Deggendorf
Deutschland

15850 Beiträge
Bei solch einem Test wird einfach geschaut, ob du technisches Verständnis hast, und praktisch veranlagt bist.

Mit einem Meßschieber (Nonius richtig ablesen) solltest auf jedenfall umgehen können.

Falls du ein kleines Übungsteil fertigen sollst, wär es auch nicht schlecht, wenn du in technisch Zeichnen gut warst.
Um die Skizze, oder Zeichnung lesen zu können, die man dir dann vorlegt.

Das Übungsteil muß sehr einfach zu fertigen sein, da du ja nicht an die Maschinen darfst ohne vorher darin unterwiesen zu sein.
Das lassen die Unfallverhütungsvorschriften nicht zu, und die Firma wäre nicht versichert bei einem Unfall.

Also wird es ein z.B. ein U-Stahl sein, den ihr im rechten Winkel feilen müsst .

Werkzeug: Feile Grob 1 zum schruppen, dann eine Feile mit einem 2 oder 3 er Hub zum schlichten

Meßmittel: Meßschieber um Länge Höhe und Breite zu messen, Universaller Winkelmesser um eine eventuelle Schräge messen und kontrollieren zu können

Prüfmittel: Haarwinkel um die gefeilten 90° Winkel zu kontrollieren

Wichtig, gib dem Meister nie ein unentgratetes Bauteil in die Hand, wenn er das Teil verlangt, um es anzusehen, prüf es vor seinen Augen, ob der Grat an den Kanten entfernt ist.
Wenn nötig, entgratest du die Kanten noch schnell vor seinen Augen.

Was du nie vor den Augen eines Meisters tun solltest ist, den Meßschieber auf ein Maß einstellen, und damit eine Linie auf dem zu fertigenden Teil anreissen, wäre ein böses Foul.
____________________________
Es wird immer nur eine Marke geben mit Freude am Fahren und das ist BMW.


Nachtrag: Immer wieder schön, wenn man soviel Feedback bekommt. Macht richtig Laune, da anderen Leuten zu helfen.

Bearbeitet von - Weiß-Blau-Fan-Rude am 23.02.2006 17:40:45


pimpanelli erstellt am 22.02.2006 um 15:20:20 pn profil zitat link
Mitglied seit: 05.07.2005

Heidelberg
Deutschland

116 Beiträge
tach, ich bin nicht vom fach, frage mich jedoch an dieser Stelle, warum man nicht mit einem Meßschieber anreißen darf.

viele Grüße,

pimpanelli


____________________________
zachy69 erstellt am 22.02.2006 um 15:48:16 pn profil zitat link
Mitglied seit: 30.11.2005


Deutschland

62 Beiträge
Zitat:

tach, ich bin nicht vom fach, frage mich jedoch an dieser Stelle, warum man nicht mit einem Meßschieber anreißen darf.



1, Weil ein Meßschieber ein Meßgerät ist, und keine Anreißnadel

2, Weil ein Meßschieber ein Präzisionsteil ist, das durch häufiges Anreißen nicht unbedingt qualitativ besser wird

3, Weil es dem Meister deutlich zeigt, wie Du zu Firmeneigentum stehst, wenn Du durch solche Aktionen teure Meßwerkzeuge "vergewaltigst".
Die Haltbarkeit eines Meßschiebers erhöht sich nämlich nicht unbedingt dadurch.
Wilhelmidelta erstellt am 22.02.2006 um 15:51:49 pn profil zitat link
Mitglied seit: 02.07.2003

Koblenz
Deutschland

1436 Beiträge
Weil es sehr ungenau ist wenn man es falsch macht und das ist schnell passiert. Ausserdem gibts dafür eine Anreissnadel, ein Meßschieber ist ein Präzisionsinstrument zum MESSEN und nicht zum anreissen.
Klar, es geht deutlich schneller und "richtig" verwendet stimmt das Maß auch, es ist aber eben dennoch falsch.
Das ist in etwa so wie in er Fahrschule den guten alten "Tellerwäscher" zu machen. Also lenken nur mit der linken Hand und dem Handballen. Machen tuts jeder, aber falsch ist es streng genommen trotzdem.

Mfg
____________________________
El loco erstellt am 24.02.2006 um 14:13:20 pn profil zitat link
Mitglied seit: 01.07.2003

bei Pirmasens
Deutschland

945 Beiträge
Würde mich wundern, wenn man beim Vorstellungsgespräch bzw. Einstellungstest eine U-Schiene oder sonstiges feilen müsste.

Normal sind diese Einstellungstests rein schriftlich. Da kann alles möglich kommen. Von Allgemeinbildung (welcher Fluß fließt durch München, was ist die Hauptstadt von Rheinland-Pfalz, welche Gebirge gibt es in D. usw.) über Matheaufgaben bis räumliches Vorstellungsvermögen (eine Figur soll aufgeklappt / abgerollt werden -> welcher Umriss passt dann dazu usw.). Vielleicht noch eine kleine Skizze / Zeichnung machen.

Zumindest war es bei mir so. Habe auch Werkzeugmechaniker gelernt, musste aber bei keinem Vorstellungstermin / Einstellungstest in der Werkstatt antreten.
____________________________
So long

* El loco *

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Thomass2711 erstellt am 05.01.2009 um 13:15:56 pn profil zitat link
Zitat:


Bei solch einem Test wird einfach geschaut, ob du technisches Verständnis hast, und praktisch veranlagt bist.

Mit einem Meßschieber (Nonius richtig ablesen) solltest auf jedenfall umgehen können.

Falls du ein kleines Übungsteil fertigen sollst, wär es auch nicht schlecht, wenn du in technisch Zeichnen gut warst.
Um die Skizze, oder Zeichnung lesen zu können, die man dir dann vorlegt.

Das Übungsteil muß sehr einfach zu fertigen sein, da du ja nicht an die Maschinen darfst ohne vorher darin unterwiesen zu sein.
Das lassen die Unfallverhütungsvorschriften nicht zu, und die Firma wäre nicht versichert bei einem Unfall.

Also wird es ein z.B. ein U-Stahl sein, den ihr im rechten Winkel feilen müsst .

Werkzeug: Feile Grob 1 zum schruppen, dann eine Feile mit einem 2 oder 3 er Hub zum schlichten

Meßmittel: Meßschieber um Länge Höhe und Breite zu messen, Universaller Winkelmesser um eine eventuelle Schräge messen und kontrollieren zu können

Prüfmittel: Haarwinkel um die gefeilten 90° Winkel zu kontrollieren

Wichtig, gib dem Meister nie ein unentgratetes Bauteil in die Hand, wenn er das Teil verlangt, um es anzusehen, prüf es vor seinen Augen, ob der Grat an den Kanten entfernt ist.
Wenn nötig, entgratest du die Kanten noch schnell vor seinen Augen.

Was du nie vor den Augen eines Meisters tun solltest ist, den Meßschieber auf ein Maß einstellen, und damit eine Linie auf dem zu fertigenden Teil anreissen, wäre ein böses Foul.
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Nachtrag: Immer wieder schön, wenn man soviel Feedback bekommt. Macht richtig Laune, da anderen Leuten zu helfen.

Bearbeitet von - Weiß-Blau-Fan-Rude am 23.02.2006 17:40:45

(Zitat von: Weiß-Blau-Fan-Rude)




ich weis das thema ist schon sehr alt aber der beitrag ist einfach spitzenmässig. ich glaub wir haben in der selben firma gelernt:-)

gruss thomas
  Hinweis:
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Robert96 erstellt am 18.02.2012 um 15:38:56 pn profil zitat link
Mitglied seit: 18.02.2012


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0 Beiträge
hallo ich bin neu hier und hätte gleich mal eine frage,denn ich habe zum 15.03. einen vorstellungstermin als werkzeugmechaniker und würde gerne wissen was dort so alles auf mich zukommt.also welche fragen kommen ran,werden auch aufgabentypen wie z.B. ICH ZEIGE IHNEN JETZT EINE SKIZZE UND SIE SOLLEN MIR JETZT SAGEN WAS SIE SICH DARUNTER VORSTELLEN,OB EIN PRODUKT ODER GEGENSTAND?des weiteren habe ich keinen einstellungstest zuvor absolviert,sondern bin gleich zum vorstellungsgespräch eingeladen worden.

es wäre sehr nett,wenn ihr mir helfen könntet
gruß Robert96
Jokin erstellt am 21.02.2012 um 20:55:10 pn profil zitat link
Mitglied seit: 08.05.2004

Gehrden
Deutschland

464 Beiträge
Du wirst einen kleinen Schraubstock anfertigen müssen.

Teile des Schraubstocks wirst Du mit einer CNC-Maschine erstellen. Daher ruf mal vorher an und frage wieviel Zeit Du zum Anfertigen des Schraubstocks hast und welches Werkzeug Du noch mitbringen musst.

Gruß, Frank
meins: http://www.jokin.de/z4
Robert96 erstellt am 25.02.2012 um 18:55:25 pn profil zitat link
Mitglied seit: 18.02.2012


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0 Beiträge
gut danke werde mich mal infomieren

gruß Robert96
XT-Fabi erstellt am 26.02.2012 um 13:34:42 pn profil zitat link
aktuell gesperrt


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335 Beiträge
Zitat:


gut danke werde mich mal infomieren

gruß Robert96

(Zitat von: Robert96)




Hallo Robert,
so unterhaltsam ich Jokins Beitrag auch finde möchte ich Dich doch dazu ermutigen selber mal drüber nachzudenken, ob das plausibel ist!?!
Es hat mich ja in den Fingern gejuckt, von etwas draufzusetzen, andererseits glaube ich, daß es heutzutage schwer genug ist einen guten Job zu bekommen, drum möchte ich Dir eine Peinlichkeit in Form dieses Anrufs bei Deinem evtl. zukünftigen Arbeitgeber ersparen.
Mein Tip an Dich: vertrau auf Deine Fähigkeiten und das, was Du (hoffentlich) gelernt hast!
Lass Dich nicht verunsichern durch Leute, die gar nicht wissen können, was genau auf Dich zukommt.

@Jokin: Sorry! Aber lustig war´s schon;o)

Gruß, Fabi
Robert96 erstellt am 07.03.2012 um 14:21:55 pn profil zitat link
Mitglied seit: 18.02.2012


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0 Beiträge
ja ist in ordnung ,doch ich bin bloß etwas verunsichert was ich sagen soll ,denn ich habe schon so viele vorstellungsgespräche und eignungstests hinter mir und bisher habe ich nur absagen.ich weiß das ich mich auf meine fähigkeiten die ich besitze konzentrieren sollte,aber irgendwie wird man nach so vielen absagen nur noch unsicherer.aber wie du schon sagtest werde ich natürlich immer mein bestes geben auch wenn ich eigentlich nie weiß woran es letztendlich liegt.

gruß Robert96

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